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Nr. 8
Wertvolle Briefmarken
sind eine Anlage von anerkannt stetigem Wert.
Auch bringt das Sammeln Freude, Belehrung
und Zerstreuung.
Reelle Beratung. An- und Verkauf von Samm¬
lungen und Einzelmarken (seit 30 Jahren)
durch den anerkannten Fachmann
Louis Katz, Glessen, Bahnhofstr. 14, Tel. 2277
Feinste Referenzen erster Kreise zur Verfügung.
Eine
solche
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kostet
nur
RM. 2.50
Lernzeit in dreifacher Hinsicht ergebnisreich. Die Menschen
kehrten von ihr bereichert um stoffliches Wissen, bereichert um
pädagogische Erfahrung und mit neuem Schwung und neuer
Kraft in ihre Bünde zurück, sodaß wir überzeugt sind, daß diese
Tagung in unseren Bünden und in den Gemeinden weiter wirken
wird.
*
Der seit Ende Januar laufende Kursus „Einführung in unser
Gebetbuch" erfreut sich eines besonderen Interesses zahlreichr
Gemeindemitglieder. Der bemerkenswerte starke und andauernde
Besuch dieser Abende (Montag abend von 8.30 Uhr bis 10 Uhr)
beweist, daß der Gemeindevorstand mit seiner Einrichtung einem
tiefen Bedürfnis entsprochen hat.
Die Teilnehmer lernen die Gebetzeiten und die für jede
Gebetszeit vorgeschriebenen Gebete kennen. Der Inhalt der wich¬
tigsten und schönsten Gebete wird durch Erläuterung und leichte
sprachliche Übung erschlossen. Geschichtliche Betrachtung über
Entstehung, Entwicklung und Anwendung der Gebete und gottes¬
dienstlichen Gebräuche fördern das Verständnis und erschließen
auch von dieser Seite her unsere Geschichte.
Das Jüdische Frauenstift veranstaltete am Purini ein Bei¬
sammensein, zu dem sich alle Kreise der Gemeinde einfanden.
Frau Steiger-Bedzack und Frau Sichel hatten sich in liebenswür¬
digster Weise zur Verfügung gestellt und erfreuten mit ihrer
großen Kunst die Versammelten. Nach dem Konzert trugen
Damen aus dem Vorstand sehr gut gelungene, geistreiche und
witzige Verse vor und Kinder aus der Gemeinde spielten und
tanzten. Durch die rege Mithilfe der Frauen und jungen Mädchen
unserer Gemeinschaft, die unermüdlich im Stiften und Helfen
waren, gelang es, einen Ueberschuss zu erzielen, der für die
Zwecke des Vereins verwendet wird.
Worms
Das Bildungswerk der jüdischen Gemeinde Hess Ende Februar
den „Wormser" Willy Buschoff als Kecitator zu Wort kommen;
er entfaltete sich in klarer, starker, im Geistigen wie im Tech¬
nischen gleichermassen geschult, als künstlerische Persönlich¬
keit. Buschoff sprach Werke von Hamsum, Tolstoi und Dosto¬
jewski mit einfachen, äusseren Mitteln, aber mit einer eigenen
überlegenen Sprachformung. Der Vortragende verstand es —
und er sprach ohne Benutzung von Büchern — seinen aufmerk¬
samen Hörern die Dichtungen wirklich nahe zu bringen.
In einer Veranstaltung des Bildungswerks der Israel. Ge¬
meinden von Worms und Umgebung sprach am 9. März Herr
Rabbiner Dr. Grünewald, Mannheim über: „Palästina, innere und
äussere Kolonisation". Herr Dr. Grünewald gab in diesem Vor
trag seine Reiseeindrücke wieder. Mit kritischer Liebe sprach
er über das wirtschaftliche, über das gesellschaftlich-kulturelle
und über das religiöse Leben in Erez Israel.
Zionistische Ortsgruppe Worms.
Herr Dr. Friedenthal, Berlin, sprach im überfüllten
großen Saal des Johanniterhofes in Worms und es war besonders
erfreulich, daß die gesamte bündische Jugend vollzählig er¬
schienen war.
Der Vortragende legte dar, wie das Judentum eingeschlafen
war und jüdische Werte nur noch in dünnster Sublimierung auf¬
zunehmen fähig war.
Der Zionismus habe das deutsche Judentum aufgeweckt und
zur Selbstachtung gebracht, vor allem durch die national-jüdi¬
sche Turnbewegung, an deren Spitze der Vortragende steht. In
Anze
igen-An nahmen:
für das Mitteilungsblatt
Darmstadt
WALTER MINDEN
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Bismarckstr. 70 Tel. 1828
Giessen
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WormS Auskunft:
Gausstrasse 31 Tel. 5518
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igen ^Verwaltung
M. ISAAC & CO.
Frankfurt a. M., Ravensteinstrasse 11
Telefon 44888
besonders eindringlichen Worten kam der Vortragende zum
Schluss auf die Notwendigkeit einer bewusst jüdischen
Schule — keine Schule für israelitische Schüler — sondern
einer im Wesenskern jüdischen Schule zu sprechen.
Geschäftliche Mitteilungen
Ein nettes Sümmchen
zeigt der Prospekt, der unserer heutigen Nummer beiliegt. Das
heisst, er zeigt es nicht nur, sondern erzählt auch, wie man dazu
gelangen kann, nämlich durch ein Los der Preussisch Süddeut¬
schen Klassenlotterie. Wenn man hört, daß auf nahezu 43% aller
Lose ein Treffer fällt und ein Achtellos pro Klasse nur RM. 3.—
kostet, so kann der Entschluss zu einem Veruch wirklich nicht
schwer fallen. Wir möchten daher hoffen, daß recht viele unserer
Leser die angefügte Karte zu einer Bestellung bei der Staatlichen
Lotterie Einnahme Dinkelmann in Worms benutzen, einem
Haus, das schon seit 1868 besteht und bei dem schon viele ihr
Glück gemacht haben. _
Einer Teilauflage des Mitteilungsblattes liegt heute ein
reich illustrierter Prospekt des Damenkonfektionshauses
Alsberg, Mainz, bei, das wir der Beachtung unserer Leser
empfehlen.
Neues Theater, Frankfurt a. M.
Der Spielplan für April sieht Wiederholungen des erfolg¬
reichen Lustspiels „Krach im Hinterhaus" vor. Als nächste Erst-
Aufführung wird für den 17. April die neue Komödie von
Jaques Deval „Towarisch", in der deutschen Bearbeitung von
Kurt Götz, vorbereitet. Die Komödie, in Wien, Paris und an¬
deren Städten erfolgreich gespielt, ist seit 3 Monaten auf dem
Spielplan des Berliner Komödienhauses. Herta Windschild und
Karl Günther spielen die Hauptrollen.
Hauptschriftleiter Dr. Dienemann, Offenbach a. M., Verantwortlich für den Anzeigenteil: Harald Isaac, Frankfurt a. M. —
1 r erlag: Landesverband isr. Religionsgemeinden Hessens, Mainz.Druck: Gebr. Braun, Frankfurt a. M. — Auflage 5400 Exemplare.