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DAS JÜDISCHE CEN TRALBLATT.
Lowe p. 78 zu vergleichen, ferner wären MUnek's bibliographische
Arbeiten, die in den letzten 4 Jahren erschienen, zu beachten; gleich¬
zeitig will ich hier eine Berichtigung, die meinen eigenen Namen
betrifft, anführen. Dr. Jellinek führt nämlich in seinem Conteros
Hammagid T^ftH D'^tSwIp Seite 11 meine in St eru's Hamech-
aker veröffentlichten Arbeiten unter dem Titel 2t2^\ DlHiH
die der berühmte Prediger als T l ?K , Wl3 TOE "1 erklärte,
während ich nicht den hohen Namen Ht£??!2 sondern den assyrisch¬
babylonischen Namen ^TIE trage; meine Abbreviatur
heisst also "T^XITT^I Zur Abbreviatur pS ist
ist noch hinzuzufügen, das mir häufig vorkommende H^X
.,die heil. Schrift sagt."
Dr. Wilhem Münz. Die Grundlagen der Kantschen Erkennt¬
nisstheorie. Eine Einführung in die Kritik der reinen Vernunft.
Breslau. Verlag von Wilhem Koebner 1882.
Wie wol diese Arbeit an sich nicht in ein jüdisches Literatur-
blattt gehört, so sind 2 Punkte, die uns veranlassen, dasselbe hier an¬
zuzeigen; es ist zunächst der Verf. dieser Schrift ein Zögling des
Breslauer jüd. theol. Seminars, der im Vereine mit Dr. M. Grünwald
die Preisaufgabe im Jahre 1880 gelöst, und zweitens hat Kant be¬
kanntlich gerade auf jüdische Denker mächtigen Einfiuss geübt
wie Kant es auch war, der freudig und rückhaltlos, die Tüchtigkeit
indischer Studenten anerkaunte. Unser Freund Münz hat in dieser
Schrift gezeigt, dass er nicht nur ein beredter, sondern auch klar
und wahr denkender Autor ist. Wir gratuliren ihm zu seiner
ersten Arbeit aus vollem Herzen un d wünschen, dass er der vor¬
züglich dazu geeignete, das Gebiet der jüdischen Religionsphilo-
sophie bebaue; und wir sind überzeugt, dass das Judenthum ihm
hiefür lebhaften Dank wissen wird.
JETUfscomite für verfolgte russische Juden in Lem¬
berg. Ausweis für die Zeit vom 30. April bis 7. Juni 1882.
Lemberg im Verlage des Comite 18S2.
Der uns vorliegende Ausweis enthält eine genaue Angabe des
Emigrationsfondes, der in gewohnter grossmüthiger Weise vom
Manshion-house- Comite in London in der Höhe von 76. 708. Gul¬
den 72 kr. gespendet wurde; 2. den Hilfsfond 3) Eintheilung der
Auswanderer nach deren Geschecht, Alter und Gewerbe 4) Spen¬
den von Privaten und Vereinen bis 7. Juni 1882. Wol haben einige
unserer Leser sich durch wolthätige Gaben aus gezeichnet, wir
aber richten an alle Leser die innige Bitte ( "^^ >S«<^^ '^1^
D*DJ?£ Mit üauk werden wir die Namen eines jeden Spenders
und sei die Spende noch so bescheiden, anführen, und wir hoffe n
auch diesmal nicht umsonst au das brüderliche Mitgefühl alle r
wahren Menschen appellirt zu haben.
Briefkasten der Redaction.
Illustrissimo Dr. Isaja Luzzatto. — Vive grazie per il denaro. Prego
d'inviarmi con sollecitudine il primo volume della corrispondenza del
Sciadal ^^T. Citate sempre anche il giudizio del Frate suUa
legislazione Mosaica; la veritä no ha nulla a temere. — III.
signor Cav. Abbate Pietro Perreau, bibliotecario in Parma.
Nella lettera aumenterö le mie annotazioni sulle abbreviazioni,
e un opusculo di gran valore. — Ehrwürden Herrn Ober¬
rabbiner Josef Weisse in Vag-Üjhely Nr. 1 ist leider nicht
mehr vorhanden. Bitte recht bald um eine hochgeschätzte Arbeit.
Schluss der Redaction 14. Juli 1882.
S. D. LUZZATTO'S
I. BAND
aus dem
Italienischen ins Deutsche
übertragen
von
pr. ^St. ^ruttwafl),
Bez. Rabbiuer in Belovar
und. mit
Anmerkungen versehen
von
MLiimtto ,Rw. S. Morais u. D* I. Miiwalfl
121 Seiten in8", Preis 3 Lire=l Gulden 50 kr.
VERLAG
des
&f J. £mzatto, Jrokvbo
in Padua, Via Leoncino 941.
1882.
DRUCK VON J. FLEISCHMANN, BELOVAR.
Unter der Presse befindet sich:
GEBETBUCH FÜR ISRAELITEN
ans dein Ebräiscaeu in's Kroatisch übertraten.
von
Dr. J/. Grünwald,
Bezirksrabbiner in Belovar.
Pod stampom je
Molitvenik za Israelicane
Prvi put
iz iivrttogi 11 limtsko imoo,
Dr. M. Grünwald*
Kotarski rabbin u Belovaru.
Druck und Verlag von J. Fleischmann's Buchhandlung in Belovar. — Verantwortlicher Redacteur Dr. M. Grünwald.