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Glätte
Seite S. Nr. 9.
Tie Berührungspunkte dieses Volkes mit den
Abrahamiden sind nünrlich viel älteren Datums. In
den ersten Blättern der biblischen Geschichte wird
berichtet, daß Abimelech, der König der Pelischtim, mit
dem Patriarchen Abraham ein förmliches Bündnis
abgeschlossen. Ter König der Philister residierte in
Gerar, rn nächster Nähe von Asa oder Gazaa.
In Beer Seba (Birseba), welches unter englischer
Herrschaft eineni neuen Aufschwung cntgegengeht,
wurde der Friede mit größter Feierlichkeit besiegelt.
Nach der biblischen Deklaration wuroen drei Gen>
rationen sür absolute gegenseitige Bündnistreue durch
heiligen Eid verpflichtet. Mit oein Patriarchen Jsak,
der lange Zeit im Lande Pelischtim gewohnt, hat
der König dieses Bündnis durch einen Erd bekräftigt.
Ter Heerführer des Philisterkönigs sagte dem Pa¬
triarchen: „Tu sollst uns nichts Böses tun, wie wir
Tich nicht berührten und Dir nur Gutes erwiesen
haben." Es scheint, daß die alten Matronen es mit
den BündnisvertrLgen sehr ernst genommen haben.
Bei Abraham, Jsak und Jakob und ihren Nachkommen
war dies der Fall. Das alte Schrifttum stellt fest,
daß es zwischen den Philistäern urrd Hebräern infolge
dieses Bündnisses bis zur Richterzeit ke.u: Reibungs¬
flächen gegeben habe. Beirn Auszug: aus Eghpten
sollten nach der Ueberlieferung der Israeliten auch
durch das so nahe gelegene Philisterland nicht ziehen.
Ein eventueller Krieg mit den alten Bundesgenossen
mußte vermieden werden. Geg^n Ende der Richter¬
zeit scheint die Bünduisperiode .abgelaufen zu sein
und da hebt auch die Unterdrückung des jüdischen
Volkes seitens der Pelischtim an. Als beachtenswertes
Moment —- obwohl zur Hauptfrage nicht gehörig —
sei daran erinnert, daß ihre Kriegstüchtigkeit es
verhinderten, daß ein Schmied oder Schlosser sein
Handwerk im jüdischen Gebiete betreibe. „Die He¬
bräer könnten sonst Schwerter und Säbel machen."
Und von ganz Israel ging man zu den Pelischtim
unk Pflugzeuge, Hacken und allerlei wirtschaftliches
Gerät anfertigen zu lassen. In der großen Schlacht
mit den Philistäern hatten nur König Saul (der
erste Köniä Israel) und sein Sohn Jonathan ein
Schwert. Tiefe Methode (Entfernung der Schmiede-
und Schlosserwerkstätten des Feindes) scheint in den
Kriegen des Altertums eine bedeutende Rolle gespielt
zu haben. Von der Niederringnng des jndäischen
Reiches unter Nebukadnezar berichtet Jeremias zwei¬
mal, daß zu den ersten Wtransportierten von Jeru¬
salem die Zimmerer und Schlosser zählten.
Tie Tradition stellt allerdings fest, daß die
„Zimmerer" und „Schlosser" die Koryphäen der Thora
waren. Tie letzte Schlacht zwischen Israel und den
• Philistäern wurde unter König Chiskia ansgefochten.
Von da an hat, nach der Ueberlieferu lg, die Provinz
der Philistäer keinen eigenen Köniz mehr gehabt. Im
Propheten wird nur noch berichtet, daß die babh-
lormchen Exulanten philiftäische Frauen aus „Aschdod"
geheiratet und daß der Stadthalter Nehemias bei
der zweiten Restaurierung des jüdischen Staatswesens
diese Mischehen annullierte. Nach d.r Zerstörung des
zweiten Tempels durch die Römer li'ß WZpasianus
(einige Jahrzehnte vor Kaiser Hadrian) Münzen mit
der Aufschrift „Palästina" prägen. Philon, Josephus
und Herodes nennen das herlige Land Palästina,
obwohl dieser relative Namen mehr seine historische
Unterlage hatte. Seit Hyroninms bedienen sich auch
christliche Historiker dieser Benennung. In den ka¬
nonischen Schriften kommt der Name Kanaan nur
als Hinweis auf die vorbiblische Bezeichnung in
Betracht. In den Propheten überwiegt der Name
Erez Jisroel. Zweimal heißt es auch Land
der Ewigen, je einmal: Erez Chemda
Admas Israel und Erez Hazwi, also Be¬
zeichnungen, die als poetische Verherrlichung des
Heiligen Landes den Hauptnamen Erez Jisroel er¬
härten. Im nachbiblischen Schrifttum heißt es
ausschließlich nur Erez Jisroel, niemals anders,
wie der High Kommissivner ganz richtig festgestellt
hat, oder schlechtweg „das Land", im Gegensatz zur
übrigen Welt,. die als „Anstand" bezeichnet wird.
Irr. Babylonien nannte man Palästina den „Westen"
well die geographische Lage von Babhlonien östlich
von Palästina ist. Tie Araber zählten bloß die
Städte von Judäa und Samarra, nicht aber die
galiläischen Provinzen zrr Palästina, also die Küsten-
M ' "che, die tatsächlich, periodisch wenigstens, von den
ilistäern bewohnt war. Im Qttomanischen modernen
Sprachgebrauch wurde bloß der Name „Syrien"
angLwendet. Damaskus und Beirut als „Wrlajets"
T gatten als Hauptstädte von Syrien-Palästina und
waren die Residenzen der höchsten lokaler: Regieruigs-
dehörden. In der Türkenzeit war Jerusalem bloß
der Sitz eines „Mutesareph" Pascha oder Gouver¬
neurs, allerdings mit dem Vorrecht, daß letzterer
keinem „Vali" sondern unmittelbar der Zentralr:-
aierung von Konstantinopel unterstand. Heute ist
Jerusalem Hauptstadt und Metropole von Palästina,
des alterr Erez Jisroel, das weder mit Syrien, noch
. mit denr alten. Lande der verschollenen Kanaariten,
Pelischtim oder Phöniziern historisch oder staats¬
rechtlich identifiziert werden könnte.
Wir resümieren: Ter Name „Pleschct" oder „Pa¬
lästina" umfaßte ursprünglich nur das von den
Philistäern bewohnte Gebiet und wurde nur im über¬
tragenen Sinne auch auf Nachbargebiete, niemals
aber auf das heutige Gesamtpalästina an-
gewendet. Tie arabischen Ueberlieferungen verstehen
unter „PMstina" nur einen begrenzten Landstrich
\ des heiligen Landes, als provinzialen Bestandteil
j eines syrischen Staates, der seinerzeit das heutige
j Syrien und Palästina umfaßte. Tie zeitweilige An¬
wendung des Namens Palästina in nichtjüdischen
Schrifte:r hatte weder eine historische noch dm wissen¬
schaftliche oder staatsrechtliche Grundlage. Syrien
und Palästina bilden heute völkerrechtlich zwei v:r-
schiedcne Begriffe mit selbständiger und staatsrecht¬
lich von einander getrennten Jnterysensphären. Tie
offizielle hebräische Benennung des englischen Man¬
datsgebietes kann nur „Erez I i s r o e t" lauten
urrd diese macht auch die Nebenbezeichnung „Palästina"
in hebräischen Buchstaben vollständig überHüisig, indem
hierfür die errglische Aufschrift vollständig genügt.
Rabbiner I. H o r o v i c z, Jerusalem.
Auch eine Registratur.
„Zweck der AgudaS Jikroel ist die Lösung der je¬
weiligen jüdischen Gegknwartsausgaben im Sinne der
Thauro"! — So stehtS überakl, so ftehis auf den
Markenheitchen, den Agudotekegrammcn. Aber recht
verstehen müßt ihrs, was eS heißt: „Jüdischer Ge-
famth itsausgaben". Glaubt ihr aber, Agudas JiSroel
hätte ihre Schuldigkeit voll und ganz aetan, sie würde
all ihren Pflichten genügen, wenn sie Ortsgruppen und
Landesverbände gründet und so auf ihre propagan¬
distische Ausbreitung bedacht ist, wenn sie im Ostcn
unendlich grausames Leid zu lindern sucht durch mutigen
Kampf gegen die materielle Notlage unserer oft-
jüdischen Brüder, durch liebevolle Aufnahme und echt
jüdische Erziehung der bedauernswerresten der Kriegs¬
opfer, der Kriegs- und Pogromwaisen, wenn sie
geistige Not zu lindern sucht durch Sicherstellung der
Jeschrwaus? Glaubt ihr, Agndas JiSroel hätte ihrer
Pflicht genügt, wenn sie darauf bedacht i>, daß Erez
Jisroel „unser" Erez Jisroel wi d, daß sie un¬
bekümmert um Maßnahmen und Vorgehen Anders¬
gesinnter den von ihr als richtig erkannten Weg fort-
setzi? Meint ihr, AgudaS JiSroel hätte ihre Ziele
erreicht, wenn sie außer den eben erwähnten Aufgaben,
sorglich auch darauf bedacht ist, ihre Stellung und ihr
Ansehen nach außen zu wahren? Wird erwa dieser
ganz n umfangreichen Tätigkeit dadurch die Krone
aufgesetzt, wenn man noch die Gehässigkeiten und Ver¬
leumdungen unserer Parteigegner und die jüdischen
Geist verletzenden Schandtaten — „registriert"? Ja-
wohl, „registrieren" wir, aber „registrieren" wir auch
noch das, was bei unS fehlt. Bekennen wir eS
offen, das wir fordern müssen, daß Agudas Jisroel
die obenerwähnten Aufgaben erfüllt, daß wir uns
freuen ob der Erfolge, die Agudas JiSioel beesraS
hatchem zu verzeichnen hat. Aber seien wir uns deffen
bewußt, daß wtnn Agudas Jisroel jüdische Gesamlhrits-
aufgaben übernimmt — kol jisroel areiwtm seh losch
— die Gesamtheit auch veraniworttich ist für das Tun
und Lasten deS Einzelnen. -So ist in erhöhtem Maße
Agudas Jisroel verantwor-lich für das Tun und
Lassen der einzelnen Aguda-Milglieder, wenn auch
nicht in dem Sinne, daß man die Leitung der Agudas
Jisroel für die Taten einzelner verantwortlich machen
darf. Nun regi'triert, wieviel ihr von der Verant¬
wortung der G samlheit adgenommen dadurch, daß ihr
eure Pflicht erfüllt, die die Gesamtheit von euch fordert.
Durch Zahlung seines Mitgliedsbeitrages bekennt
der „Agudist", daß dieses Geld zur zweckmäßigen
Lösung der jüdischen Gesamtheitsaufgaben im Sinne
der Thauro von dcr Leitung der Agudas Jisroel ver¬
wandt werden soll.
Gewiß an sich löblich! Doch wenn durch Zahlung
des Mitgliedsbeitrages nur dieses und weiter nichts
ausgedrückt werden soll, so kann ich darin nur den
Standpunkt eines Menschen sih n, der ans Pietät
oder anderen mir unve>ständlichen Gründen sür die
„Gesamtheit" (stellt er sich denn unter Gesamtheit
etwas anderes als Summation von Einzeltndwiduen
vor?), die Thauro als bindend anerkennt, sich selbst
aber außerhalb des Tatenlebens al pi h lauro wehamiz-
waus stellt. Registriert, Brüder und Schwestern, ln
eure Herzen, daß ihr mit Zahlung eures BeiirageS
mehr bekennt, als daß ihr die Agudas Jisroel als
Schäumer über thorarreue Institutionen setzt, daß
vielmehr Agudas Jisroel eine Agudoh von Jisreclim
sein soll, eine Summation, ein Komglomerat von
wirklichen, echten Jehudim. Registriert, daß ihr mit
der Mitgliedschaft zur Agudas Jisroel mehr Pflichten
auf euch genommen habt, ais Zahlung von soundsoviel
Mark, die ihr „irgend einem" Verein bezahlt, sondern
daß ihr dadurch dem Klall dieser Gemeinschaft eine
Verantwortung aufgeladen labt, die ihr ihm dadurch
abnehmen müßt, daß ihr nicht nur euer Portemonnai,
sondern auch euer Tatenieben in den Dienst der
Thauro stellt. Soll Agudas Jisroel nur Gruppen von
Jtsreelim in sich fasten, so mästen wir alle, die wir
uns Mitglieder der Agudas Jisroel nennen, uns be¬
mühen — talmud thauro keneged kullom — vor allen
mizwauS darauf bedacht zu sein, trotz aller Viel-
beschäftigtheit und Vielgeschäftigkeit kauwea ittim latauro
lischmoh zu sein, daß, wenn man von Agudisten spricht,
man damit unbedingt sofort den Jdeenkomplex:
„laumde thauro" assoziiert. Registriert, daß dies eine
von der Agudas JiSroel noch stärker geforderte Pflicht
ist, als die Zahlung von Beiträgen re. Die Fest,
stellung, ob sides Mitglied dieser Pflicht nachkommt,
ist allerdings schwerer als das Ausstellen von Quit¬
tungen über gezahlte Gelder; doch registriect, daß
AgudaS ItSroel als Gesamtheit erne moralische SB**«
t4. Februar 1ML
pflichtunq sür euer Tun und rasten hat und daß ihr
allein diese ihr abnehmen könntet.
Reg-striert ferner, daß wenn eure Beiträge zum
Ausdruck bringen sollen, daß die Gesamtheitsaufgaben
im Geiste der Thauro gelöst weiden mögen, daß diese
Lösung nicht einer irrealen „Gesamtheit" real gelöst
werden können, sondern daß dazu wieder Einzelkräfte
nötig sind, die in ihrem harmonischen Zusammen-
arbeiten erst die „Gesamtheit" bilden. Nicht jeder kann
„Gesamtheitea fgaben" leisten, abr mith.lfen können
viele Außer drm von jedem unbedingt zu erfüllendem
Gebote von limud thauro gibt es ja so und so viele
von den einzelnen mit zu leistenden Gelamthttts-
aufgaben. Registriert z. B., daß. wenn ihr unsern auS
dem O,len zu unS geflüchteten Brüdern und Schwestern
Helsen wollt, damit sie ihr Brot verdienen können, daß
sie nicht zu hungern und im W-nter nicht zu frieren
brauchen, daß sie Kleidung sür den Körper und
Nahrung für die Seele haben, daß eS dann nicht ge¬
nügt, wenn ihr WvhllätigkeitSseste besucht, deren Erlös
ui.fern Brüdern zukommt, daß ihr zwar der Leitung
der Agudas JiSroel Gelder zur Verfügung stellen
müß, damit sie die euch unübersichtlichen dieSoezüg-
lichen Gesamiheitsausgaben löst, — daß es aber damit
nicht genug ist, daß jeder einzelne von euch verpflichtet
ist, dem einzelnen Bruder beizu^eben. Sorgt dafür,
daß die Verantwortung, die Agudas Jisroel für die
Einzelleistungen ihrer Mitglieder hat, nicht zu groß
werden.
Als echte Agudisten seid ihr auch verpflichtet, eure
Kinder dem Agudoideai zu erziehen. Ueberlegt euch
diese Forderung und ihr we'det zu der Ueberzeugung
kommen, daß ihr dieser Pflicht nicht genügt habt, wenn
ihr eurem Kind einen Hauslehrer haltet, bei dem es
täglich einen Schiur lernt, oder daß ihr euer Kind
am Sonntag nachmitta., in die .Esra" schickt, sondern
ihr werdet wissin, dag ihr als Agudisten eurem Kinde
Vorleben müßt: zeigt ihm, daß Agudas Jisroel sich
aufbaut auf kol jisroel arewim — auf Verantwort-
lichkett der Gesamtheit fllr den einz'lnen und deS
einzelnen für die Gesam heit. Arewus kann nicht „de-
schloffen" werden Arewus muß gelebt werden. Inte¬
ressant ist die Beobachtung, dntz die ältere Generation
unserer Zeit mit einem Male mit Freude konstatiert,
welches „Leben", welche Tateubegeisterung und welcher
Lerneifer bet einem großen Teil unserer Jugend fest-
zusietten ist. Ja, registriert doch auch ordeatiich, daß
eS schwerer Käm fe bedurft, daß vielleicht erst eine
Erschütterung wie der Weltkrieg notwendig war, daß
unsere Jugend endlich den Weg gesunden. Man freut
sich über die Tätigkeit von Jugendgruppen und klagt
(stehe „Bläuer" S. 45), über die Ta enlnsigkett vou
Ortsgruppen. Dieser letzte Satz ist ein Beweis sür
die obige Behaupmng, taß die Juaend sich selber
durchgerunpcn hat und nur wenigen Führern aus der
älteren Generation sich anschrießen konnte.
Registriert doch, daß die nächste Generation eS
leichter haben muß. Was könnte sie nicht alles leisten,
wenn ihre Wagen auf gelegten Geleisen sichren können?
Gewiß, jede Jugend wird und muß kämpfen. sonst
wäre sie keine Jugend. Aber wacht ihr den Kamps
leichter. Gerade weil ich mich selbst als mitten in der
Jugend stehend süule, bitte ich unsere Ortsgruppen
darum. Noch ist viel zu Helsen. In „uns.rer" Regi¬
stratursind noch viele leere Blätter. L bt der Jugrnd
ArewuS vor, damit sie eS schneller lerne. Begebt euch nicht
nur in Jugendgruppenversammlungen, mit ver Absicht
euch mitanzünden zu lasten mit dem Feuer jugendlicher
Begeisterung und mit dem Willen jugendliche Leben¬
digkeit mitzufühlen, sondern „übt" selber, zeigt uns,
der Jugend, daß auch in euch Leben ist; zeigt, daß ihr
das Panier jüdischer Lebensfrische an eurer Stirn
glänzen habt — Kesauw woi chajim — veronstaltet auch
ihr Versammlungen, in die dann die Jugend kommen
wird und sieht, daß man nicht nur „lebt", begeistert
arvetler, solange man „jung" ist, sondern daß auch
jugendliches Juden'um bet euch, der älieren Genera¬
tion, gzfundeu wird, das wieder in jugendlicher A-beit
als Vorbild Verwendung findet. So belebt die Orts«
gruppentätigkeit zum Besten der Agudojugend, und
wenn diese Mitglieder der Ortsgruppen fttn werden,
dann wollen sie für ihre Tätigkeit einen gut vorbear-
betteten Boden finden. Die sttzige Jugend mutzte sich
die Agudas Jisroel Jugend Organisation selber zu
dem schaffen, was sie ist. Sorgt dafür, daß sie in
einigen Jahren, wenn sie zur „älteren" Generation
zähle, sich nicht neue Ortsgruppen aufbauen muß, daß
jie vielmehr an einem Hause ausbauen darf, dessen
efte Grundmauern gelegt sind. Noch isi'S Zeit! Re¬
gistriert eure bisherige Ortsgruppenarbeit und regi¬
striert das viele, waS ihr noch leisten könnt. Ich
chretbe diese Zeilen nicht, um bisher UnterlasteneS zu
kritisieren — die Kritik fei nicht Selbstzweck, sondern
ich wurde dazu angeregt, durch die Aufforderung deS
Gruppenverbandes an die Ortsgruppen (No. 4/5 der
„Blätter") Vertreter zu einer Aussprache über Reor¬
ganisation und Neubelebung der Ortsgruppen zu ent-
enden. So sollen diese Zeilen hierzu nur eine An¬
regung sein.
Agudas Jisroel Jugend Organisalion will Jugend¬
bewegung sein — eine Bewegung, die durcharetsrnd
mit dem Begeisterungsfeuer einer bewegten und sich be¬
wegenden Jugend, tm Verstehen dessen, was unsere
Lrh.er und Meister, unsere Eltern und Rabbonim alS
Lebensziel gesetzt diesem Ideal Tat verleihen will
durch Streben, Arbeiten und Aufgehen in Tvauroleben
Wir wollen eS nicht so anffaffon, als ob all«» auS unS