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Zeitschrift

Titel
... Bericht des Vereins zur Pflege und Unterstützung Israelitischer Kranker "Bikkur Cholim" (eingetragener Verein)
KörperschaftVerein zur Pflege und Unterstützung Israelitischer Kranker "Bikkur Cholim"
ErschienenFrankfurt am Main : [Verein zur Pflege und Unterstützung Israelitischer Kranker Bikkur Cholim], 4. (2. März 1895/2. März 1897) [?]-8. (1. Januar/31. Dezember 1903) ; 14. (1. Januar1909/31. Dezember 1910) [?]
Erscheinungsfrequenzunregelmäßig
Anmerkung
Reproduktion
SpracheDeutsch
Online-Ausgabe
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2021
URNurn:nbn:de:hebis:30:1-306427 
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Zusammenfassung

... Bericht des Vereins zur Pflege und Unterstützung Israelitischer Kranker "Bikkur Cholim"

Herausgeber und Erscheinungsmodalitäten

Hrsg.: Verein zur Pflege und Unterstützung Israelitischer Kranker "Bikkur Cholim"

Druck: Louis Golde, Frankfurt

Erscheinungsweise: jährlich, zweijährlich

Programmatik

Der Verein wurde 1889 von Dr. Marcus Hirsch in Frankfurt gegründet. Der Sechste Bericht, 1901 fasst die Programmatik des Vereines zusammen:

„Entsprechend dem Zwecke unseres Vereins, der sich die Aufgabe gestellt hat, solche Kranken, die in hiesigen Hospitälern keine Aufnahme finden, nach Anordnung der behandelnden Aerzte mit Nahrungsmitteln, Arzneimitteln, Verbandsmaterial, Instrumenten, Bädern, sowie mit Pflege durch geschultes Wartepersonal zu versehen, haben wir vielen armen Kranken Hilfe gebracht und zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit wesentlich beigetrage.“

Das Frankfurter Israelitische Familienblatt vom 27.03.1903, S. 3 skizziert die vielfältigen Vereinsaufgaben folgendermaßen:

„In sehr vielen Fällen sind es arme Durchreisende, die in Not und Elend krank geworden, sich an unseren Verein wenden, um Pflege und Kräftigung zu suchen, bis sie entweder Aufnahme in einem Hospital finden, oder, einigermaßen erholt, ihre traurige Wanderschaft fortsetzen können. In anderen Fällen nehmen Rekonvaleszenten unsere Hilfe in Anspruch. […] In manchen derartigen Fällen ermöglichte nur die Vereinshilfe den ersten Schritt zum selbständigen Erwerb, und wir können auf Fälle zurückblicken, wo Rekonvaleszenten nach kürzerer oder längerer Unterstützung wieder zur Unterhaltung ihrer Familie befähigt wurden. […] Die beträchtlichen Ausgaben für Pflegen entfallen zum größten Teil auf Wochenbettwärterinnen in jenen Fällen, wo Wöchnerinnen, die ohne jede Hilfe waren, in den ersten Wochen nach ihrer Niederkunft vom Verein eine Wärterin erhielten. Oft sind hierbei noch mehrere kleine Kinder zu versorgen, die ohne unsere Hilfe der größten Verwahrlosung preisgegeben wären. Stillenden Müttern, deren Nahrung nicht ausreichte, wurde Milch für ihre Kinder gewährt. Das größte Kontingent unserer Pfleglinge rekrutiert sich aber aus den zahllosen Fällen chronisch Kranker, und hierunter spielen wieder die Lungenkranken die Hauptrolle. Im Hospital finden derartige Patienten nur in dem extremsten Stadium ihrer Krankheit kurz vor dem Tode Aufnahme, oder wenn eine rapide Verschlimmerung ihres Zustandes das herannahende Ende befürchten läßt. Haben sie sich dann einigermaßen erholt, sodaß sie ohne direkte Gefahr wieder umhergehen können, so werden sie aus dem Hospital entlassen und sind die jahrelange Zeit ihres Siechtums auf sich selbst angewiesen. Zu schwach, um sich das tägliche Brot zu verdienen, sind sie völlig außer Stande, sich auch nur das geringste Stärkungsmittel zu beschaffen, dessen sie bei ihrem siechen Körper so sehr bedürfen. Da setzt vor allem unsere Vereinsthätigkeit ein und fristet mit der Darreichung der erforderlichen Nahrung, das Leben dieser Unglücklichen — oft auf lange Jahre hinaus“, [Auszug].

Der Verein hatte im Jahr 1897 über 400 Mitglieder in Frankfurt a.M.

Erschließung und Bestand

Der Bestand ist nicht vollständig