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Journal

Title
Bericht der Isr. Religionsschule zu Kiel : über das Schuljahr ... / erstattet vom Dirigenten Dr. M. Stern
EditorStern, Moritz
Corporate nameIsraelitische Religionsschule <Kiel>
Published[Kiel], 1891/1892 [?]-1893/1894 [?], 1892-1894
Annotation
Reproduktion
LanguageGerman
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2018
URNurn:nbn:de:hebis:30:1-157396 
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Reference
Abstract

Bericht der Israelitischen Religionsschule zu Kiel : über das Schuljahr ...

Herausgeber und Erscheinungsmodalitäten

Israelitische Religionsschule, Kiel

Redakteur: Dr. Moritz Stern

Programmatik

Die Isrealitische Religionsschule wurde am 3. Mai 1891 von Dr. M. Stern ins Leben gerufen "[...] und hat, Dank der Unterstützung seitens der Städtischen Schulinspection (Subvention 600 Mk./a.), des israelitischen Gemeindevorstandes und der Eltern der Kinder sich derart entwickelt, dass der Vorstand mit froher Zuversicht in die Zukunft blickt. Während in früheren Jahren nur ein gelegentlicher Unterricht für acht bis zehn Kinder stattfand, wurde die neu organisierte Schule im Berichtsjahr von 64 Kindern – 38 Knaben und 26 Mädchen – besucht.“ [Der Israelit : ein Centralorgan für das orthodoxe Judenthum vom 2.5.1892, S. 652]. Im folgenden Schuljahr besuchten 56 Kinder in drei Klassen die Schule. Zum Lehrerkollegium gehörten außer Dr. Moritz Stern, der von 1891-1899 Leiter der isr. Religionsschule in Kiel war, die Kantoren A. Tandesar und M. Masur, die Lehrerinnen D. Hirsch und Goldstern. Der Unterrichtsplan beinhaltete Religionsunterricht in den Fächern „Hebräisches Lesen, Liturgie, Religionslehre, Biblische Geschichte, Gebetübersetzen, Pentateuch, Hebr. Grammatik, Hebr, Schreiben“.

Im ersten Schuljahr 1891/92 war die Israelitische Religionsschule in den Räumen der Bürgerschule (Friedrichstrasse) untergebracht. Sie wechselte im 2. Schuljahr in das Gebäude der 2. Mädchenvolksschule (Brunswikerstrasse). Im Jahr 1931 bestand in Kiel eine israelitische Religionsschule mit Namen „Dr. Jacob-Schule“- so benannt ab 1930; es ist unklar, ob es sich hier um eine Fortführung der Schule unter der ehemaligen Leitung von Dr. Moritz Stern handelt. [Der Israelit : ein Centralorgan für das orthodoxe Judenthum vom 30.7.1931, S. 10]

Die Berichte der am 3. Mai 1891 ins Leben gerufenen Israelitischen Religionsschule Kiel enthalten Schulnachrichten incl. einer Auflistung der Lehrbücher, Quellen zur Statistik, zur Namenskunde und Artikel zur jüdischen Geschichte, wie in der literarischen Beilage der ersten Nummer über die „Vergangenheit der israelitischen Gemeinde zu Kiel nach Akten des königlichen Staatsarchivs zu Schleswig und des Stadtarchivs zu Kiel". Ein weiterer Jahresbericht enthält einen wissenschaftlichen Artikel über 9 wertvolle Papsturkunden. [Israelitische Wochenschrift : eine allgemeine Zeitung des Judenthums vom 28.4.1893, S. 136].

Erschließung und Bestand

Die beiden Jahrgänge des Berichtes stammen aus der Bibliothek von Dr. A. Berliner und gelangten durch eine Schenkung in den Bestand der Frankfurter Stadtbibliothek. Es ist nicht bekannt, ob weitere Ausgaben des Berichtes erschienen sind.