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TrActtä
ben/oder alß ein mehlbigerTeig/der zu wenig begossen ist. Denn es wird
keine Erde zu Stein/sie fty dann von feister schleimiger Erde / vnnd wol
mitFeuchtigkeik vermenget. Denn nach Außdruckung des Waßers
durch Hitze der Sonnen / so muß die feistigkeir die Erde bey einander be»
hatten/sonsten bleibts mörbvnd brüchig / vnd fiele wieder von einander;
Was auch nicht vollkommen hart worden sey / möge noch hellte zu
Tage durch stete Würckung der Natur vnd Sonnen Hitze zuhanenve»
sten Steinen werden: Auch werden in der Erden die obgemeldtenRäu»
che vnnd Dunste / die sich erstmahtsergcben haben auß denQualiteten
der vier Elementen in dieffe der Erden beschloßen/ durch die Natur vnd
Einstüsseder Sonnen vnd anderer Planeten Würckung gekochetrvnd
so sie ergreiffen wäßerige dunste mit einer reinen gefubtilirten jrdigcn
Substantz /sowirdgewürcketder Philosophen Quecksilber: so sic aber
gediegen /vnd zueiner fewrigen vnd jrdigen härtigkeit gebracht werden/
so wird gewürcket der Philosophen S chweffel. Fürwahr die letztvorge»
hende Rede zeigtvnsden rechkenWeg zrr suchenvn zllfindm dasQneck»
silber/oder das Beginn vnser Kunst. Wiewolman solches Quecksilber
m genllgfamer Menge sindet/da man Ertze grübet: so wird erdoch von
gar wenigen Menschenerkannt.Nichtistes Silber oderGold/oder das
gemeine Quecksilber/noch keines der andern Metallen/öder Schweffel/
Hutterauch/Victriol/Berglasuroder Spaht/rc. Indern Philofo-
phus spricht/ ein dunstige Substantz/anß denvier Elementen/ wässerig
vnd reine / vnd wiewol er bey allen Metallen oder Ertzen erfunden wird;
So ist er doch bey den vmrollkommenen vnzeitig: Darumb ist er am at»
lergewißten zusuchen im Ertze/da das Silber vnd Gold ist: Vnnd daß
<rspricht/so dieses Quecksilberzu seiner Härtigkeit werde gebra cht/so sey
er der Phitosophen Schweffel/vnd das mag nicht denn durch fitbervnd
Gold geschehen/die es ergreifft/vnd dazu sublimiretvnd coaglltiret wird
durch stetige Natürliche Däwung in seiner eignen Minera von der
Sonnen Hitze.
O GOttvom Himmel/zeige dieses Quecksilber allein de»
nen /die du wilt / daß sieeingehen den
Weg / der dir gesellt.
AMEN.
Vm