Zweites Kapitel.

gemeinen Freude erkannt, daß es der Südseekreuzer war, der dort kam. Zentnerlasten fielen vom Herzen des stell­vertretenden Gouverneurs, und mit ihm atmeten alle übrigen Deutschen auf, denn „Kameraden im Norden waren in Gefahr", und hier nahte endlich tatkräftige Hilfe!

Zum ersten Male seit langer Zeit glättete sich die sorgenvolle Stirn des obersten Regierungsbeamten. Ein Schimmer von Freude und Tatkraft trat in sein junges, entschlossenes Gesicht, als er sich geschmeidigen Schrittes in seine Amtsräume begab, die nötigen Vorbereitungen zum Empfang des Kreuzers zu treffen.

Nach Ponape!

9Nut gefälligem Schwung, dem sogenannten Ad­miralsbogen, drehte unser kleiner Kreuzer jetzt um die südlichste Krümmung der „Südtochter" herum. Gleich darauf lag die Blanchebucht in ihrer immer wieder über­raschenden Schönheit vor unseren Augen. Wir Offiziere standen auf der Schanze des Schiffes und freuten uns, daß wir endlich wieder „daheim" waren; denn wie eine zweite Heimat begrüßten wir Südfahrer, die wir monate­lang rastlos von Ort zu Ort!, von Insel zu Insel um­hergezogen waren, jedesmal den wohlbekannten Ort, wo wir als alte Stammgäste der freundlichsten Aufnahme gewiß sein durften.

Dieses Mal waren wir gekommen, um Weihnachten

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