Neuntes Kapitel.

Gewehrkugeln in immer bedrohlicherer Nähe um ihre Ohren pfiffen, da packte sie kalte Furcht und in wilden Säßen flohen sie in die Dunkelheit zu ihren Kanus zurück.

„Nun werden wir wohl in Zukunft Ruhe haben vor derartigen Scherzen," sagte einer von uns, „es ist doch was Schönes um die Leuchtsterne."

Drüben beim „Cormoran" stiegen Leuchtsignale in die Luft: „Brauchen Sie Hilfe?"

Wir anworteten mit dem Signal, das jedem von der Marine geläufig ist. und das er nie vergißt: „Übung ist beendet".

Dann kehrten wir zu unserer verlassenen Bowle zu­rück und saßen noch lange friedlich beisammen, denn der Stoff ging uns an diesem Abend nicht aus, weder zum reden, noch zum trinken.

Das Gefecht bei Nanponmal.

25m 27. Dezember hatten wir unser erstes Gefecht mit dem Feinde und unsere ersten Verluste.

Früh am Morgen waren wir aufgebrochen, weiß und schwarz zusammen, unter der Führung unseres Kom­mandanten. Heute wollten wir mehr als nur rekognos­zieren, denn das Hochplateau von Nanponmal, das unser Ziel bildete, lag mitten in Feindesland und hatte viele fruchtbare Flecken; und gerade dieser Flecken wegen waren wir unterwegs.

Der Brandgeruch vom Heiligen Abend her steckte