Zwölftes Kapitel.
in die Boote geschafft worden. Alles war aufs beste vorbereitet. Der Strauß konnte beginnen.
Als es hell geworden war, lichtete das Schiff den Anker und fuhr einige hundert Nieter näher an die Küste heran auf den Platz, den es zu der nun folgenden Beschießung einzunehmen hatte.
Neben den Geschützen der Steuerbordseite türmten sich Haufen von Granaten und Schrapnells auf. Die Bedienungsmannschaften standen daneben und warteten auf den Befehl zum Feuern.
Jedes der Schiffe, die um die Insel herum lagen, hatte eine bestimmte Fläche des Plateaus und der Felsenhänge als Ziel angewiesen bekommen, die genau innegehalten werden mußte, damit die Kreuzer sich nicht gegenseitig beschossen. Das Signal zur Eröffnung der Beschießung sollte die erste Salve von der „Emden" sein.
Kurz nach sieben Uhr wurde das Feuer eröffnet. Mit allen Geschützen zugleich sandten die Schiffe in schneller Aufeinanderfolge ihre donnernden Salven hinauf auf die Felsenburg. Ein wahrer Eisenhagel ergoß sich plötzlich über den dunklen Urwald und sauste krachend, splitternd und Verderben bringend darin umher. Das dichte Blätterdach verdeckte unseren Blicken den Ort, wo die Granaten aufgeschlagen waren, so daß wir uns zuerst über die scheinbar geringe Wirkung verwunderten. Erst nach und nach fand der Rauch der krepierten Granaten einen Weg durch das Blättergewirr hindurch und erschien dann plötzlich überall als lange.
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