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liaft gelbe Hautfarbe wahrgenommen. Der Baininger ist durchweg kurzschädelig. Die Stirne flieht zurück und die scharf hervortretenden Brauenbogen lassen die Augen tiefliegend erscheinen. Die kräftige breite Nase setzt in der Wurzel scharf an. Die Mundpartie ist schnauzenartig entwickelt. Das starke Wangenbein und die kräftig ausgebildete Unterkieferpartie geben dem Gesicht eine breite und viereckige Form. Das kurzgeschnittene, krause, schwarze Haar bildet Büschel. Bärte werden von älteren Männern gerne getragen. Die auffallend dicken Bäuche, die man hauptsächlich bei Kindern häufig wahrnimmt, sind eine Folge der stärkemehlhaltigen Taronahrung.
Die Männer gehen ursprünglich völlig nackt, pflegen aber dort, wo sie mit Europäern in Berührung kommen, ein „Lavalava" umzulegen. Die Frauen schnüren sich den oben erwähnten „a niska" um die Lenden. Schmuck ist bei den Bainingern, von den roh geflochtenen Lianenarmringen abgesehen, unbekannt; auch künstliche Körper- deformierungen und Tatauierungen sind unbekannt, — dort, wo sie denn- noch angetroffen werden, liegt ohne Zweifel fremde Beeinflussung vor.
Die Baininger sind nicht in Stämme eingeteilt, sondern sie wohnen hordenartig in Distrikten oder Gauen. In der Regel benennen sie sich nach dem von ihnen bewohnten Gau. Ihre Gehöfte (a lochüpki) und Pflanzungen (a lätki) legen sie auf steilen unzugänglichen Höhen an, niemals in Tälern oder Schluchten. Die Siedelungen bilden keine dorfartigen Anlagen, sondern die Einzelanwesen liegen oft stundenweit voneinander ab. Die Gaue sind nur dünn bevölkert. So hatte der Gau Tamanaökin zur Zeit meines Aufenthaltes vielleicht 12, Kara 5 bis 6, Bandarüngum 12 bis 15, Nacharünep vielleicht 20 Gehöfte. Eine oder zwei Hütten (a avetki) machen ein Gehöft aus. In der Hegel tritt der wilde Busch dicht an die Hütte heran. Die Pflanzung liegt auf einer Rodung abseits vom Gehöft und ist von einem Zaun aus übereinandergelegten, mittels Lianenumwindung und Holzklammern gefestigten Baumstämmen umgeben, der das Eindringen der zahlreichen Wildschweine verhindern soll. Der Baininger ist in der Hauptsache Tarobauer und weil der Taro (stärkemehlhaltige Knollenfrucht) den Boden schnell verbraucht, sieht sich der Bauer genötigt, spätestens alle zwei Jahre von neuem ein Stück Busch zu roden und zu bepflanzen. Da der Baininger nun sein Gehöft immer in der Nähe der Pflanzung anlegt, so verläßt er bei der Neuanlage eines Tarofeldes sein altes Heim und richtet sich in der Nähe der neuen Pflanzung auch ein neues Gehöft ein. Diese Gewohnheit charakterisiert den Baininger als wandernden

