Siebentes Kapitel.

Die Biandelsorte Porto seguro und Bagida. Weitere ^»treifzüge ins Togo-Land und deren Ergebnisse.

(Porto Seguro. Unsauberer Ort von 1200 Einwohnern. Der sogenannte König Mensa. Schlafmütze und Cylinder als Kopfbe­deckung. Seeräuber und Brudermörder. Bagida. Seit 1880 Faktoreien am Strande. Der Häuptling Gasu und sein Thron­folger. Der Aussichtspunkt Abobbo. Von einem Leoparden ver­folgt. Der Ritt nach Aguewe. Das Dorf Biasfe. Fabrikation von Götzenbildern. Die allgemeinen Ergebnisse meiner Streiszüge. Die Bodengestaltung des Togo-Landes. Das deutsche Schutzgebiet, 1300 qllm Fläche mit 40 000 Bewohnern. Ratschläge für spätere Verwaltung.) ^

HVn der nach meiner Berechnung etwas über 36 langen Küste des deutschen Schutzgebietes liegen bloß vier Ort­schaften, nämlich die beiden deutschen Handelsplätze Lome und Bagida, die größere aber in keinem direkten Handelsverkehr mit Europa stehende Ortschaft Porto Seguro und das unbedeu­tende Dorf Bgun Kope oder Gum Kosfi. Porto Seguro ist mit seinen 1200 Einwohnern einer der unsaubersten Orte, die ich in diesen! Lande gesehen. Zwischen den aus grauem Schlamm (snik-b) und Binsen hergestellten, teils runden, teils viereckigen Hütten lagern ganze Berge von übelriechendem, mine­ralischem und vegetabilischem Abfall. Die Zahl der halbwegs in europäischem Stil gehaltenen, aber teilweise verfallenen Häuser beschränkt sich auf zwei oder drei ehemalige Faktoreien. Die