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4. Kamerun als koloniales Mrtsckaktsgebiel.
Der deutschen Besitzergreifung und der damit verbundenen geordneten Verwaltung des Landes verdankt Kamerun auch seinen wirtschaftlichen Aufschwung, der von Jahr zu Jahr an Bedeutung zunimmt, je mehr die einzelnen Gebiete erschlossen, auf ihre Kulturfähigkeit geprüft und ausgenützt werden. Diese Ausbeutung geschieht zunächst durch den Handel und durch den Plantagenbau. Beide, obschon zurzeit private Unternehmungen, sind die eigentlichen Träger und Stützen der Kolonie, sofern es von ihnen abhängt, inwieweit sich die Kolonie rentabel erweist oder doch als Einfuhr- und Ausfuhrgebiet dem Mutterlands von Nutzen ist. Denn nur von diesem Gesichtspunkt aus und nicht, daß man in erster Linie die soziale und sittliche Hebung der Eingeborenen im Auge gehabt hätte, ist der Kolonialgedanke zur Tat geworden. Nur nach diesem Ergebnis der Wirtschaftspolitik wird auch im allgemeinen in den heimatlichen Kreisen der Wert oder Unwert einer Kolonie taxiert.
Wie wir schon eingangs darauf hingewiesen haben, ist der H and el in Kamerun weit älter als die deutsche Schutzherrschaft. Er besteht seit alters sowohl als Binnenhandel zwischen den einheimischen Völkerschaften wie auch als Küstenhandel zwischen Weißen und Schwarzen seit Jahrhunderten. Letzterer begann mit dem ersten Erscheinen der Europäer an der Küste (Ende des 15. Jahrhunderts) und bestand bis ins 19. Jahrhundert herein

