z. Kamerun als MiNionskelcl im Zusammenhang mit cler Kolonialbexvegung.
Daß wir heute die Vasler Mission und nicht die von Alfred Saker begründete englisch-baptistische Mission im Kamerungebiet finden, ist nächst Gottes Fügung der deutschen Kolonialbewegung zuzuschreiben. Die Nachricht von der Besitzergreifung jenes Gebiets im Sommer 1884 machte damals großes Aufsehen in ganz Deutschland. Der Name Kamerun, bisher wenig gekannt und genannt, war bald in aller Munde. In der Presse ließen sich die verschiedensten Stimmen hören, wie man ein solches Schutzgebiet am besten nutzbar zu machen habe. Dabei erinnerte man sich plötzlich auch der Mission und begann auf ihre Bedeutung für die Zivilisation wilder Völkerschaften hinzuweisen. Selbst Kreise, die bisher gering oder verächtlich von der Tätigkeit und dem Erfolg der Missionare geurteilt hatten, gestanden ihrem Wirken vom nationalen Standpunkt aus einigen Wert zu. Man ließ die Mission als patriotisches Werk gelten. Ja, „in der ersten Sturm- und Drangperiode der deutschen Kolonialära gingen fanatische Kolonialvertreter, denen jedes Missionsverständnis fehlte, und die an der Mission kein anderes Interesse hatten, als ein national- und wirtschaftlich-egoistisches, soweit, daß sie verlangten, der deutsche Protestantismus müsse alle seine bisherigen Mis-
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