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6. Kamerun als Arbeitsfeld der Vasler Mission.

Der prächtig gelegenen Station Edea wurden gleich zu Anfang zehn Alchenstationen zuerteilt, die noch von Lobetal aus gegründet worden waren, und wozu bald noch weitere kamen. Das Arbeitsgebiet, das mehrere Tagereisen umfaßte und sich bald auf sieben Volksstämme erstreckte, erwies sich als besonders schwierig, da man es hier mit einer neuen Sprache, dem Basa, und mit einer sehr zerstreut wohnenden Bevölkerung zu tun hatte. Der letztere Umstand erschwerte besonders den Schulunterricht. Auch das Heidentum trug einen besonders finstern Cha­rakter. Zwar war der Götzendienst des Mungi von der deutschen Regierung verboten, weil mit ihm Menschen­opfer verbunden waren, aber der Arm der Kolonialver­waltung reichte nur in einzelnen Fällen in die versteckten Örter des Urwalds hinein. Die Missionare fanden ihn deshalb noch in voller Blüte stehen. Ebenso übten die Wahrsager und Zauberer ihre Tyrannei unbeschränkt aus, und ihr Spruch entschied nicht selten über Leben und Tod. In dieses Dunkel des Heidentums fielen nun die erhellenden Strahlen des Evangeliums.

Untersuchungsreisen und Erschließung des Hochlands von Nkosi.

Galt es in den ersten Jahren zunächst im Küsten­gebiet festen Fuß zu fassen und dem Missionswerk für die kommenden Zeiten eine gesunde, dauernde Grundlage zu schaffen, so wurden die Missionare doch schon von An­fang an durch die mazedonischen Rufe von weither dazu aufgemuntert, die Botschaft des Heils zu den ferner liegenden Ortschaften und Volksstämmen zu tragen. Einen Anfang zu dieser Ausdehnung des Werks bildete schon die Gründung der Station Mangamba im Abo- Land. wodurch die Brüder bereits zehn Stunden weit über die Grenzen der Stationen Bonaku und Vonaberi