112 6. Kamerun als Arbeitsfeld der Basler Mission.

wird. Leider wird in Vamum ein anderer Dialekt ge­sprochen als in Bali, wodurch natürlich die Missionsarbeit anfangs erschwert wurde. Doch hat Missionar Göhring mit Hilfe des Königs bereits das Vaterunser, die zehn Gebote, die Weihnachts- und Leidensgeschichte, die Calwer biblischen Geschichten Alten und Neuen Testaments, den Katechismus (ohne Erklärung), Tauf- und Abendmahls­liturgie, sowie einige Lieder und Tischgebete ins Vamum übersetzt. Auch gelang es ihm, den König für Einführung des christlichen Sonntags und Verlegung der Märkte auf die Wochentage zu gewinnen. Auf dem Platz aber, wo sich ehedem die Moschee der mohammedanischen Kolonie erhob, steht heute die Kapelle der Basler Mission, die der christlichen Gemeinde als kirchlicher Sammelpunkt dient; denn am 23. Dezember 1909 konnten die Erstlinge von Vamum, 80 Personen, zum Teil aus dem königlichen Hause, getauft werden. Seitdem ist die junge Gemeinde auf 200 Seelen angewachsen; die Zahl der Schüler be­trägt 310.

Rückblick und Ausblick.

Fünfundzwanzig Jahre hat nun die Basler Mission in Kamerun ihre Arbeit tun dürfen. Es ist dies eine ver­hältnismäßig kurze Spanne Zeit, und in den meisten Fällen weist die Missionsgeschichte in solchem Zeitraum kein bedeutendes Ergebnis auf. Da ist man gewöhnlich kaum über die Stufe der Vorarbeit hinaus, und der Er­trag der Arbeit beschränkt sich meist noch auf Erstlings- srüchte.

Anders in Kamerun. Hier folgte dem Eintritt der Basler Mission, nachdem die ersten Schwierigkeiten der Eingewöhnung und der Differenzen mit den einge­borenen Baptisten überwunden waren, ein ungeahnter, überraschender Erfolg. Eine Ernte folgte der anderen,