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DIE SÜDBAHN

derungen zwangen die Kaufleute, sich auf den Handel mit Gummi und Elfenbein zu beschränken. Andere Er­zeugnisse hätten die Kosten des Transports von der Produktionsstelle nach der Küste nicht gelohnt. Eine Bahn, die die Transportkosten verbilligte, Tausende von Trägern für die Arbeiten in den Farmen der Eingeborenen und den Pflanzungen der Europäer freimachte, war das einzige Mittel, das Land intensiv zu erschließen, seine Reichtümer dem deutschen Handel nutzbar zu machen und dem wirtschaftlichen Leben Südkameruns, dem die drohende Erschöpfung der natürlichen Kautschukbestände früher oder später ein Ziel setzen mußte, neue Kräfte zuzuführen. Der Ruf nach der Südbahn war die elemen­tare Lebensäußerung eines Handels, dem niemand das Verdienst streitig machen kann, Südkamerun bis zu den Grenzen einer Entwicklungsmöglichkeit gebracht zu haben, die einem Lande, halb so groß wie das Deutsche Reich, ohne Häfen und Eisenbahnen und arm an Wasserstraßen, gezogen sind. Belastet mit einem Zoll auf Ausfuhr­produkte, den er nur infolge seiner straffen Organisation auch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen hat ertragen können, ist er für die Kolonie zur Quelle von Einnahmen geworden, die die Verwaltungskosten des von ihm bewirt­schafteten Gebiets nicht nur decken, sondern noch einen Überschuß lassen, der zusammen mit dem Reichszuschusse das Defizit in der Verwaltung von Nordkamerun aus­zugleichen hat.

Dieser Handel, dessen Interesse mit Südkamerun vollständig verwachsen ist, erhob den Anspruch, sich in den Mitteln und Wegen zur Weiterentwicklung des Landes besser auszukennen als andere. Von der Regie­rung ermutigt, hatte er 100 000 M. für die Südbahn­expedition aufgebracht, um auch die letzten Bedenken zu beseitigen, die Unwissende dem Projekt entgegen­stellen konnten.