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WASSERSTRASSEN

WASSERSTEASSEN.

on den Mündungsgebieten des Kampo und des

V Njong abgesehen, die nur für den Küstenhandel eine Bedeutung haben, kamen als natürliche Verkehrswege vor dem Erwerbe der neuen Provinzen für den Handel Süd­kameruns nur folgende ganz oder zum Teil schiffbare Wasserläufe in Betracht: der obere Njong zwischen Olama und Abongbang, der Dumefluß, der Dschah von den Dongoschnellen bis zu seiner Mündung in den Ssangha, der Bumba, ein Nebenfluß des Dschah, und der Ssangha selbst. Die für den Transport der Waren und Produkte des Südhandels wichtigste Wasserstraße war von jeher der obere Njong, und die Verbesserung der Schiffahrts­verhältnisse auf dem Njong war Gegenstand vieler Ver­handlungen der H. K. Da der Dume bis zu seiner Mün­dung in den Kadei schiffbar ist, und die Stromsysteme des Dume und des Njong nur durch eine schmale und leicht passierbare Wasserscheide voneinander getrennt sind, so hat die Frage einer Verbindung der beiden Wasserstraßen lür Südkamerun das größte Interesse. Der Gouverneur der Kolonie, Dr. Gleim, hat die Aussichten dieses Planes auf Grund eigner Anschauungen unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem Innern im April 1911 den Mitgliedern der Kammer wie folgt geschildert:

Mit großem Interesse habe ich die Frage geprüft, ob man nicht den Njong über Abongbang und das obere Njongdepot hinaus schiffbar machen kann. Zur­zeit kann man die Frage nicht bejahen, doch ist es durchaus nicht ausgeschlossen, daß die Reinigung des oberen Flußlaufs eine schiffbare Wasserstraße freilegt. Dem Stromsystem der Dume würde man auf diese