POST UND TELEGRAPH
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der wirtschaftlichen Interessen der Kolonie und schließlich auch ein Bedürfnis geordneter Verwaltung und Rechtspflege, daß die Hauptplätze längs der Küste durch Telephon und Telegraph erreichbar seien. Da nach der Auskunft der Postverwaltung der von der Regierung bereits für das Jahr 1909 geplante Ausbau des Straßenzugs von Kribi nach dem Süden Voraussetzung für die Fortsetzung der Telegraphenlinie nach Kampo sei, so müsse mit der Festlegung der Trasse und dem Bau des Weges nach Großbatanga und Kampo der Anfang gemacht werden.
Sowohl der Weg als auch der Telegraph nach Kampo haben bei der Beschränktheit der der Kolonie zur Verfügung stehenden Geldmittel vor der Erledigung wichtigerer Aufgaben — dem Ausbau der Hauptverkehrsstraßen und der Fortführung des Telegraphen nach dem noch immer aufstandsverdächtigen Dumebezirk — bis jetzt zurückstehen müssen. —
Im September 1908 richtete die H. K. an die Postdirektion in Duala ein Ersuchen, ohne Änderung der Gebührensätze die Gesprächszeiten für telephonische Gespräche zwischen der Küste und Jaunde und Akonolinga von drei auf mindestens fünf Minuten zu verlängern. Sie führte aus, daß die Gesprächszeit nach dem Innern wegen der vielen Nebengeräusche und Unterbrechungen nicht ausgenutzt werden, und daß nur infolge jener Nebengeräusche und Unterbrechungen der Teilnehmer gezwungen werde, das Gespräch länger als drei Minuten auszudehnen. Da der niedrigste Satz der Gebühren als Entgelt für telephonische Mitteilungen bestimmt sei, die sich ohne jene Störungen in drei Minuten erledigen ließen, so sei es billig, wenn die Postverwaltung mit Rücksicht auf die vorhandenen mannigfaltigen Leitungsstörungen die Gesprächszeit so verlängere, daß sie zur Erledigung der normalerweise in drei Minuten zu machenden Mitteilungen ausreiche.
