UNRUHEN UND AUFSTÄNDE
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wenigstens eine starke Abteilung der Schutztruppe in das Bajagebiet zu legen, so daß die ganze Bevölkerung, die uns während der letzten Aufstände zu schaffen machte, gleichsam eingekreist ist. Zur Sicherheit der Europäer und der dort investierten Werte sollen auch die von der Regierung angelegten Reduits und andere Befestigungen dienen. So ist Dume nach der Mitteilung des Gouverneurs zu einem größeren für Schwarze uneinnehmbaren Fort ausgebaut worden. Der Posten Baturi liegt auf einer schroffen, unzugänglichen Höhe mitten im Grasland mit freier und guter Übersicht nach allen Seiten. Der Posten soll außerdem verstärkt, wenn auch nicht zu einem eigentlichen Reduit ausgebaut werden. Um Abongbang in ein Reduit umzugestalten, sind Mittel bereits bewilligt worden. In Betracht kommen dann noch Lomie und Ebolowa, die beide gut befestigt sind.
Im Molundu-Bezirk war es im Mai 1911 zu Unruhen gekommen, von deren unblutiger Niederwerfung die Zeitungen zu Hause — nicht das Amtsblatt — berichteten. In der Sitzung der Kammer vom 21. Oktober 1911 wurde darauf hingewiesen, daß von einer Niederwerfung keine Rede sein könne. Dem Bezirksleiter habe es an den notwendigen Machtmitteln gefehlt. Auf dem Posten Plehn seien wohl viele Gewehre, aber nur ein Soldat, und dieser Zustand sei nicht unbedenklich. Die Kammer beschloß, die Regierung um erhebliche Verstärkung des Postens Plehn zu ersuchen und wiederholte die schon vielfach ausgesprochene Bitte, in dem Amtsblatt des Schutzgebiets Kamerun jeweils sofort authentische Berichte über Unruhen und Aufstände, militärische Expeditionen und Maßnahmen, Straßen- und Bezirkssperrungen sowie über alle anderen die Sicherheit der Kolonie betreffenden Anordnungen und Begebenheiten zu veröffentlichen.
Der Handel in Südkamerun.
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