Vorwort.

Wenn ich meine, eigentlich nur für private Zwecke nieder­geschriebene Tagebuchblätter aus Deutsch-Südwestafrika hiermit der Öffentlichkeit übergebe, so Lue ich dies auf Aufforderung lieber Freunde, die in diesen Zeilen auch einiges Interessante für die Allgemeinheit zu finden glaubten. Beim Auswahlen der Blätter kam mir manch' freudige, manch' wehmütige Er­innerung an unvergeßlich schöne, aber auch trübe Stunden, die ich allein und gemeinsam mit lieben Menschen dort drüben in dervielgeschmähten Sandwüste", die uns allen so lieb ge­worden ist, verlebt habe. Manchen von ihnen deckt schon der heiße, afrikanische Sand. Den anderen rufe ich, sollten ihnen diese Blätter einmal zu Gesicht kommen, in alterOrlogs- kameradschaft" einen herzlichen Gruß zu, selbst im Begriff, in Südbrasilien mir eine neue Leimat zu gründen. Mich zieht's wieder hinaus in andere Welten.

Sollten diese Zeilen dazu beitragen, das Interesse an unserer kolonialen Sache daheim, das wir so bitter nötig haben und da draußen leider so oft vermißten, zu wecken oder zu heben, so haben sie ihren Zweck erfüllt.

Burbach a. Saar, im Oktober 1907.

Vf. Leinz von Ortenberg,

Kaiser!. Oberarzt a. D.