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Der Antrag des Hem H ü 11 e n h a i n:D^e F. W. G. möge in jedem ihrer Gaue Preisausschreiben veranstalten für die am besten geleitete Rinderzucht, die sowohl hinsichtlich der angewandten l ZuchtgTundsätz!e als auch der Haltung' den von der Tierzuchtabtei­lung' der F. W. O. aufgestellten Vorschriften entsprechen." wurde angenommen, ebenso sein weiterer Antrag:Die F. W. O. möge Zucht anerkennungen für solche Rinderzüchter geben, die als Bezugs­quellen für Bullen empfohlen werden können."

Bei der Frage der Kennzeichnung der Tiere wurde über Ohren­marken, Hornbrände, Brände und Ohrmarkierung durch Kerben, ge­sprochen.

Da es heute sehr schwierig ist, gute deckfähige Bullen aus der Union zu angemessenen Preisen zu erhalten, ist den Züchter- v«reinigungen zu empfehlen, noch nicht deckfähige Jungbullen zu importieren und sie auf besonders geeigneten Farmen heranwachsen zu lassen.

Es Wird als dringend wunsehenswert erachtet, daß in den Gauen zielstrebige, züchterische Arbeit geleistet wird; um alle die Fragen zu lösen, die die Rindviehzucht in kürzester Zeit auf die Stufe zu heben geeignet sind, die sie auf Grund ihrer Wichtigkeit für die wirt­schaftliche Weiterentwicklung des Landes einnehmen muß.

Sitzungsbericht der Sonderabteilung für Kleinvieh-Zucht.

Anwesend die Mitglieder: Beyklrch, Breiting, Fröh­lich, Hell wag, v. Esebeck, C. Mehnert und Vogel - brück; die Herren v. Goßler und E. Kühne als Vertreter der F.W.G.; als Gäste: Kaiweit, H. Kisker, R. Matthießen Und Dr. Sch wonder.

Der Vorsitzende, Herr Breiting, verliest folgenden Jahres­bericht :

Am 8. August 1918 tagte zum ersten Male der Ausschuß für Kiemviehzucht. Nach erfolgter Wahl des Vorsitzenden und Schrift- - führers wurden folgende Beschlüsse gefaßt:

1. Beschaff ung von Räudemitteln. Diesem Beschlüsse entsprechend war die Geschäftsführung der F. W. G. im Laufe des Jahres bemüht, Bademittel für Kleinvieh, besonders Cooper's Dip, Schwefel usw. den Mitgliedern zu verschaffen. Nach Mitteilung des Herrn Reg.-Tierarzt Dr. Bailer dürfte ungereinigtes Kreolin als Ersatz für Cooper's Dip zu empfehlen sein,

2. Die Anregung zur Gründung von Scherkolonnen konnte bisher vom Kleinvieh-Ausschuß nicht gefördert werden, da schein­bar nur geringes Interesse dafür vorhanden war.