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Sitzungsbericht der Sonderabteilung für Rentabilitätsermittelungen und Kreditwesen.

Anwesend die Herren: Beykirch, Bohnstedt, Brei- ting, v. Goß ler, Haase, Hirsch, Hundsdörfer, Hüt­tenhain, Kallweit, Kisker, Koch, Kühne, Kuntze, M a 11 h <i e ß e n, R a u p e r t, Rosen ow, S c h a e f f e r, Schlett­wein, Schwonder, Stantien.

Anstelle des nicht anwesenden Herrn Kalter wird Herr Hirsch als Versammlungsleiter gewählt.

Die dringende Notwendigkeit für alle Betriebe, eine geordnete Buchführung einzurichten wird allgemein in längerer Debatte an­erkannt, besonders unter Hinweis darauf, daß möglicherweise eine Einkommensteuer in Kürze zu erwarten ist.

Es wird über verschiedene Buchführungssysteme gesprochen und hierbei folgender Brief des Herrn Kalter verlesen:

Windhuk, den 18. März 1919.

Gau Maltahöhe der F. W. G.

Herrn H. H i 11 m a n n, -

M a 11 a h ö h e.

Zum Schreiben vom 25. 2. 1919.

Es freut mich außerordentlich zu hören, daß auch im' dortigen Bezirk Interesse für eine Farmbuchführung herrscht, über deren System allerdings in diesem Lande leider noch keine Ueberein- stimmung besteht. In der Swakopmunder Buchhandlung ist zu begehen:

A. Nebendahl, Buchführung für Farmer, Preis M. 20. Münze. Enthält eine leicht faßliche Anleitung, ein Spalten- Tagebuch etc. für einen Farmer, welcher selbst seine Buch­führung besorgen will.

F. J. Thomas, Farmbuchführung, Preis Mk. 45. Münze. Enthaltend Spalten-Tagebuch, zahlreiche Nebenbücher, Vieh- nnd Lohnlisten, etwas weiter ausgebaut als die Nebendahl- sche Buchführung; auch für solche Farmer, welche ihre

. Bücher selbst führen wollen. Allerdings ist der Bilanzab- schtuß ohne sachverständige Hilfe kaum denkbar. Herr Thomas bereist denn auch viele Farmen im Bezirk Okahandja zwecks Aufstellung der Bilanzen. Die Kosten sind deshalb nicht imerhebUche,

Sie gehen in Ihrem Schreiben von der Voraussetzung aus, daß ich auch eineBuchführung 4 * herausgegeben hätte. Das ist aber «licht der Fall, ich besorge vielmehr für einige Farmbetriebe, welche