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Tagen des März 1892 auf die Höhe. Herrliches Wetter be­günstigte unsre Gebirgstour, und ein Haufen Volkes aus den Dörflein, durch die wir beim Aufstieg kamen, schloß sich mit fröh­lichem, aber damals uns.noch unverständlichem Geplauder dem Zug an. Wir sanden den ganzen umfangreichen Bergrücken mit starkem Hochwald bestanden. Einige Aus- und Durchblicke nach der Küste und hinaus nach den Tami-Jnseln ließen die herrliche Rundsicht ahnen, die hier einmal eröffnet werden konnte. Die Lnft war so kühl und rein! In einer rasch errichteten Laubhütte übernachteten wir. Ringsum loderten lustige Lagerfeuer der Bergleute. Ihre lebhafte Unterhaltung dauerte fast die ganze Nacht. Diese Nacht zeitigte in mir den Entschluß: Berg, du mußt eine Station werden! —

Heimgekehrt legte ich den Brüdern die Angelegenheit zur Be­ratung vor, und der einstimmige Beschluß war,

6. Tie Gesmtdheitsstation Sattelberg

zu grüuden.

Ich wollte auch da wieder recht klein und bescheiden an­fangen. Sattelberg sollte zunächst nur ein Außenposten von Simbang sein. Mit etlichen braven Kostschülern der alten Sta­tion zog ich nun alle vierzehn Tage zum Berg, eine starke Tage­reise von sieben bis acht Stunden, blieb immer etliche Tage droben, und im Verein mit den nächstwohnenden Bergbewohnern wurde der starke Urwald niedergelegt. Die Kai hatten mit Jubel die Mitteilung aufgenommen, daß wir nun auch mitten nnter ihnen ein Haus bauen und bei ihnen wohnen wollten. Manche der jungen Männer hatten schon zeitweilig bei der Neuguiuea- Kompagnie gedient und sich Buschmesser, Aexte und Beile er­worben. Mit diesen ihren eignen Werkzeugen halsen sie nun den Wald schlagen uud arbeiteten um bittiges Entgelt. Wenn die Baumriesen krachend die Abhänge hinabstürzten, so jauchzten sie im Chor laut auf.

Welch herrliche Rundsicht eröffnete sich, je mehr die Höhe von 900 Metern (an 3000 Fuß) gelichtet wurde! Im Osten lag drunten eine lange Küstenstrecke so nah und mit allen Umrissen dem Auge deutlich: Der Finschhafen, die Langemakbucht, die Ginggala-Jnseln und die Gruppe der Tami; weiter draußen im Nordosten die zwölf kleinen, niedrigen Siasi-Jnseln und die mächtigen Berge der großen Insel Ruk, und vom Westend Neu-Pommerns die er­loschenen Vulkane Hunstein und Velow. Gerade hinaus, im Osten, überschaut man das unendliche Weltmeer des stillen Ozeans. Nach Süden blickt man über die vielen Niedern Bergketten der Umgegend und den weiten Huongolf weg auf die Hochgebirge jenseits desselben hinab bis zur englischen Grenze. Im Westen schaut man nahe und ferne Hochgebirge des Innern von Neu-