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8. Die große Wendung durch Gottes Gnade
trat mit dem Jahre 1904 ein.
Schon seit längerer Zeit war nnn die Schularbeit ans allen Stationen in gutem Zug. Auf den Festlandstationen hatten wir je nach der Lage 25 bis 50 junge Leute in der Kostschule und aus Tami eine gutbesetzte Tagesschule. In den meisten Dörfern lebteu frühere Schüler, und sie wirkten auf die Stimmung ihrer Dorfgenossen zugunsten der Mission. Unsere Schüler waren auch unsere ersten Gottesdienstbesucher am Sonntag, das war eine selbstverständliche Regel und Ordnung. Wir ermüdeten nicht, die sreien Dorfleute immer wieder zum Besuch der Sonntags- gottesdienste einzuladen, sowohl, wenn wir die verschiedenen Dörfer besuchten, als auch, wenn Dorfleute gelegentlich zur Station kameu. Jahrelang hatten uusre Einladungen sehr geringen Ersolg, und selten verirrte sich ein älterer Mann oder gar eine Frau in unsere Gottesdienste an den Sonntagen.
Da, mit 1904, im selben Jahr, als in Friedrich Wilhelmhafen bei der Astrolabebai der traurige Aufstand der Einge- bornen gegeu die Weißen stattfand, wurde das auf einmal anders. Es kamen die jüngeren Männer allmählich etwas fleißiger, mehr uud mehr stellten sich auch ältere ein, und zuletzt kamen sogar Frauen und Mädchen, so daß wir von da an immer volle Sonn- tagsversammluugeu hatten. Um jene Zeit sagte ich zu einem Bruder: „Wenn der Gottesdienstbesuch aus den Dörfern so gut bleibt, dann werden sich auch bald Dorfleute zur Taufe melden". Man konnte ja merken, wie ihr Interesse an Gottes Wort zu- nahm, und so durfte man hoffen, daß Gottes Wort nicht leer zurückkommen, sondern ausrichten würde, wozu es gesandt ist.
Unsre Hoffnung erfüllte sich dann auch bald. Eines Tages wurde mir nach Heldsbach gemeldet, daß zehn Dorfleute aus Wasa, darunter auch ein Ehepaar, bei Br. Kevßer ans Sattelberg sich zur Taufe gemeldet Hütten. Nachdem diese erste kleine Schar von Dorfleuten aus dem Bergvolk gründlich unterrichtet und getauft war, meldete sich auf Sattelberg wiederum eine viel größere Zahl, und. zu mir in Heldsbach kamen auch die ersteu fünfzehn Seelen aus der dortigen nächsten Umgegend, die ich über ein Jahr wöchentlich mehrmals in Unterricht hatte. Nach der Taufe dieser Erstlinge in Heldsbach konnte mein dortiger Mitarbeiter Br. Wacke an vierzig unterrichten und taufen. Gegen Ende des Jahres 1907 hatte ich wieder eine noch größere Zahl von Täuflingen, und seither hatte und hat mein Stellvertreter in Heldsbach immer wieder zahlreiche Heiden teilweise weit vom Norden die Küste herab im Taufunterricht, von denen etliche sechs Stunden weit herkommen.
Den längeren Vorunterricht in den wichtigsten Abschnitten der Heilsgeschichte alten und ueuen Testaments erteilen nur jeden

