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und hat durch Flüsse, Sumpf, Wald und Fels so schwierige Stellen, daß der Verkehr der Stationen unter einander weder zu Fuß noch mit Kanu ferner zu ermöglichen mar. Wir konnten nun nicht mehr um
10. Das MisswnsMff
herumkommen. Wir hatten lange nicht daran gehen wollen, uns europäische Boote für den Verkehr untereinander anzuschaffen. Wir wußten ja von Elim her, daß ein Missionsschiff, auch ein ganz kleines, nur ein „fressendes Gut" sei. Wohl keine andere Mission irgendwo an der Wasserkante hat sich so lang mit armseligen und zerbrechlichen Kanus beholfen wie wir. Mit Hilfe von Kanus der Eingebornen gründeten und unterhielten wir Jahre lang die Jnselstation Tami. Auf Kanus wurde das Material zum Bau der Stationen nach Deinzerhöhe und Aabim gefahren und später noch weiter nach Kap Arkona. Die alte Station Simbang hatte immer zwei oder drei Kanus zu eigen. Wir machten darauf unfere Missionsreisen an der Küste, Fahrten nach Finschhafenund zum Landungsplatz von Sattelberg, und wir nahmen damit auch von den stolzen Llvnddampfern die Ladung ab, während der Jahre, da dieselben in der Langemakbucht ankerten. Manch unsanftes und doch nicht unberechtigtes Wort mußten damals die Brüder in Simbang ob solcher Armseligkeit von den Kapitänen hören.
Wir wagten es schließlich mit der Anschaffung eines guten Landungsbootes um 1000 Mk. 50), aber nur einmal tat es uns Dienste, dann kam von einen: starken Seebeben bei Nacht eine mächtige Flutwelle, riß das Boot los uno entführte es in die Finsternis. Das geschah um die Mitte der neunziger Jahre. So behalfen wir uns wiederum eine lange Zeit mit Kanus. — Eine Erleichterung und Erlösung war es für die Brüder von der Landungsstation, als nach 1901 die Kompagnie den Finschhafen wieder besetzte. Es ankerten nun nnch die Dampfer wieder dort- selbst, und die Kompagnie nahm gegen mäßiges Entgelt auch unsre Güter mit ab.
Nun kamen die Neuairlagen bei Samoahafen und Kap König Wilhelm, die nicht länger unterlassen werden durften. Wir mußten dafür auch zur See selbständig werden und auf eigeuen Füßen stehen, und nach langen Beratungen auf dem Felde und daheim bezogen wir von Hongkong einen gedeckten Zweimastkutter von über 40 Fuß Länge und 15 Tonnen Gehalt. Dieses Fahrzeug kann nun auch weitere Fahrten über die offene See macheu, ohne daß man bei rauherem Wetter immer zn fürchten hat, es könne, wie bei Kanus, der Ausleger abbrechen. Für dieses größere Fahrzeug mar natürlich zum Landen an den Ankerstellen anch ein kleines Beiboot nötig.

