— 88 — Und nun sei nachstehend

12. Ter gegenwärtige Stand der Nenendettelsaner HeidenmWon

nach den einzelnen Stationen den lieben Freunden vorgeführt.

Elim—Hope Valley bei Cooktown in Nordqueensland, von I. Flierl im Januar 1886 gegründet, soll den Anfang machen. Es ist die einzige Station auf dem australischen Fest­lande. Der jetzige Missionar ist Bruder G. Schwarz. W. Poland, sein langjähriger Mitarbeiter, hat eine Pfarrstelle in Queensland angenommen. Sie haben, beide verheiratet, in Treue auf hartem Boden ausgehalten, wo die Arbeit mühsam und kostspielig ist. Gott hat seit mehr als einem Jahrzehnt nun dort Erfolg geschenkt, wie er unter deu armen Australnegern in solcher Umgebung nicht besser sein könnte. Vor etlichen Jahren verwüstete ein furchtbarer Orkan die Station und brach auch die in Elim stehenden, tragenden Kokospalmen glatt über dem Boden ab. Es ist ein Glück, daß ans Deutsch-Neuguinea, so nahe dem Aequator, solche Stürme nicht mehr vorkommen. Die Station wurde durch tatkräftige Unterstützung der australischen Freunde sowie der Regierung von Queensland nach dem Sturm wieder aufgebaut.

Das Christengemeindlein in Elim—Hope Valley wird lang­sam immer größer und zählt jetzt 73 Getaufte, darunter ganz kleine Kiuder. Von den ständigen Bewohnern der Station sind nur noch 13 ungetanst, somit sind es 86 Stationsschwarze, wovon über 30 Knaben und Mädchen die Schule besuchen. Die übrigen sind noch zu kleiu für die Schule oder schon darans entlassen. Alle miteinander versammeln sich täglich Zweimal in dein einfachen, aber wunderhübschen Kirchlein zum Morgen- und Abendgottesdienst. Am Sonntag geht man dreimal zur Kirche, zum Hauptgottesdienst mit Predigt, zur Christeulehre uud Kate­chese uud zu einer Gesangstunde. — Zur Zeit ist die Verlegung der Station etwa eine Tagereise weit aus besseres Land an: Mae Jvor-Fluß im Werk. Sie soll dort die nötigen Nahrungsmittel reichlicher uud sicherer bauen können.

In der weiteren Umgegend vou Elim—Hope Valley ziehen wohl noch etliche huudert Schwarze als arme Jägeruomaden herum, die in wechselnder Zahl sich auch in der Nähe der Station auf­halten. Ein Teil führt iu und bei Cooktown ein für diese un­selbständigen Schwarzen verderbliches Schmarotzerleben.

Die frühere Station der Immanuel-Synode Bloomfield, sowie Mari Jamba, ehemals Station der „Deutsch-Skandinavischen Synode vou Queensland", sind beide insofern mit Elim—Hope Valley vereinigt, als mit Regierungsunterstützung solche Schwarze von den zwei genannten Stationen, die bei der Mission bleiben