kuaga ausjäten muata das Unkraut kubatura entwurzeln kubwja fleissig sein mubuya der Fleissige bubuya der Fleiss rubungo der Komposthaufen
ruburara der Samen
kiibiara pflanzen
kumera wachsen
kuirura eine Missernte machen
kushokora ein Loch graben
kirara das abgeerntete Feld
kuinuka von der Arbeit heimkehren.
Achtes Kapitel.
Genussmittel. Spiel. Tanz. Musik.
A. Genussmittel.
Zwei Arten von Bier. Trinkgefässe. Destilliertes Bier. Transport des Bieres. Hanfrauchen. Tabakspfeife und -beutel. Bauchen der Frauen, der Kinder. Der König raucht nicht. Kaffeebohne
und Kaffeebaum.
Als Genussmittel kommt in erster Linie das schon oft erwähnte Banane n- bier in Betracht. Dasselbe wird in zwei Sorten hergestellt, der sogenannten muramba, dem süssen Bier, und der marua, dem gegorenen Bier.
Das süsse Bier wird hergestellt, indem man die grün abgeschnittenen Bananen entweder auf dem Feuergerüst in der Hütte oder auch in einer zu diesem Zwecke gegrabenen Grube nachreifen lässt. Die so gereiften Bananen werden in dem „Bierboot" (siehe Abb. 22) ausgeknetet. Nachdem man den Saft durch ein Graspolster gegossen hat, welches die Bananenstückchen zurückhält, wird er getrunken. Er schmeckt ungefähr wie Zuckerwasser. Das Getränk ist weit verbreitet, aber es wird nur von den niederen Leuten genossen. Der bessere Muziba verachtet es, ja, der König darf es sogar nicht trinken. Für die bessere Welt kommt nur gegorenes Bananenbier in Betracht. Dasselbe wird auf gleiche Art wie das süsse Bier hergestellt, es muss jedoch einen Gärungsprozess durchmachen. Man lässt zu diesem Zweck den Saft in grossen Krügen meistens in der Nähe des Hüttenfeuers stehen und setzt in der Regel Eleusine zu, wodurch ein strengerer Geschmack erreicht wird. Nachdem das Bier etwa acht Tage gestanden hat, ist es trinkfertig. Es kann aber, ohne dass es darunter leiden würde, längere Zeit auf demselben Platze stehen bleiben, oft wird sogar der Geschmack dadurch verbessert.
Männer sowohl wie Weiber trinken beide Arten von Bier. Die Männer giessen das Bier in eine Trinkflasche (Abb. 68), die aus einem Kürbis gefertigt wird. Zur Anfertigung dieser Trinkkalebassen sind besondere Leute da, welche den jungen Kürbis so über ein Gerüst legen, dass er durch seine eigene Schwere einen langgezogenen geraden Hals erhält. Man schneidet die Frucht, wenn sie die gewünschte Grösse erreicht hat, ab und nimmt ihren Inhalt heraus. Die so entstandene Flasche sieht von aussen sauber und schön geformt aus. Ihre Reinigung innen ist aber sehr schwer zu bewerkstelligen und durchaus nicht zu prüfen. Auch hält der Feinschmecker ängstlich darauf, dass seine Flasche nie ausgespült wird. In diese Trinkkalebasse wird ein langes Saugrohr gesteckt, das einige Zentimeter aus der
