Die Diphthonge werden nicht, wie in der deutschen Sprache, als ein Laut gesprochen, sondern stets mit einer leichten Markirung beider Vokale. Sollen sie scharf getrennt ausgesprochen werden, so steht nach der neuen Schreibweise zwischen beiden ein Häkchen (^), z. B. kai thun, machen; ka'i die Banane.
Es giebt in der Samoasprache kein Wort, welches mit einem Konsonanten endigt.
Was die Accentuirung der Wörter betrifft, so sind die meisten Paroxytona, d. h. der Accent ruht auf der vorletzten Silbe. Soll der Accent auf die letzte oder drittletzte Silbe fallen, so wird dies in der Schriftsprache durch einen Dehnungsstrich (-) bezeichnet, z. B. ^0 16 tawa der Vater, xais faul, wälosi stark.
Das Häkchen O vor einem Vokal zu Anfang vieler Wörter bezeichnet, daß dieser Vokal scharf, ohne Schleifung, ausgesprochen werden soll, weil das Wort anderenfalls eine andere Bedeutung erlangen kann, z. B. ^o 1« ^aiga die Mahlzeit, ^o 1s Liga die Familie, oder 'ua Verbalpartikel für Präsens und Perfektum, 'o 1s ua der Regen, der Nacken, die Sehne, das Blutgefäß.
Der bestimmte Artikel ist: 1s, ^o 1s, wobei die Partikel den Nominativ andeutet, z. B. ^o 1s kals das Haus, 's 1s la/au der Baum.
Der unbestimmte Artikel ist: ss, z. B. ss tsius ein Mädchen, SS vs/a, ein Schiff.
Die Deklination ist sehr einfach, da das Hauptwort in beiden Numeris keine Veränderung erleidet, z. B.:
Singularis. Pluralis.
'o ls bama der Knabe. *0 tawa oder tama die Knaben,
o oder a ls tama, des Knaben. o oder a tama der Knaben.
Dal.ins oder wa ls tawa dem Knaben, wo oder wa tawa den Knaben, isa) ls tawa den Knaben. i(a) tama die Knaben.
(ls) tama's o Knabe. tLMü/tz o Knaben,
s 1s tama durch den odervondemKn. wal tawa von den Knaben.
Der Genetiv wird durch die Präpositionen o und a gekennzeichnet. Es ist aber unmöglich, eine bestimmte Regel aufzustellen, wann die eine oder die andere gebraucht werden soll. Jedenfalls ist o die gebräuchlichere.
Die Präpositionen wo und wa regieren den Dativ und bedeuten so viel als: zu, für, z. B. au mal 1s wss, ws, a/u gieb das für mich, oder: gieb mir das (au mal, geben, bringen) oder: ^avs ls tust wo
