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A. B. Meyer und K. Parkinson: Papüa-Typen.

Tafel 21.

Etwa 20 Jahr altes Mädchen, namens Lali, vom Südende Neu Mecklenburgs. Das Haar wenig zu Locken gedreht, mehr natürliches Wachsthum. Am linken Arme Ziernarben.

Tafel 22.

Etwa 33 Jahr alte Frau, namens Mokka, von Neu Mecklenburg, der Gardner Insel gegen­über. Kopf kahl geschoren.

Tafel 23.

Junge Männer von Neu Mecklenburg, Gardner Insel gegenüber. Drei tragen als Brustschmuck (kapkap) eine aus Tridacna geschliffene Muschelscheibe, mit einer daraufgelegten durchbrochenen dünnen Schildpattscheibe verziert; diese Muschelscheiben sind manchmal tellergross und die Schildpattverzierung so zart wie Filigranarbeit. Man verfertigt diese Kapkaps hauptsächlich auf den Gardner und Fischer Inseln und wer die Mittel dazu hat, darf sich einen solchen Schmuck kaufen, es ist kein Abzeichen. Drei der Männer halten Wurfspeere in der Hand. Es ist die gewöhnliche Waffe der Neu Mecklenburger, aus hartem Holz, aber leicht, und in der Handhabung bekunden sie eine erstaunliche Fertigkeit. Haare künstlich gelockt, zum Theil mit gebranntem Kalk eingerieben, zum Theil an den Schläfen rund ausrasirt und mit Kalk bemalt, was auffallend an die hier übliche Maskentracht erinnert (siehe z. B.Publ. Ethn. Mus. Dresden" 1889 Bd. VII Taf. XI) und einen Schlüssel zu der Entstehung dieser Maskenformen zu liefern scheint.

Tafel 24.

Männer von Cap Sass, Nordwestküste Neu Mecklenburgs, in Angriffstellung. Sie sind meist vollkommen nackt und haben keine Schilde. Als einzige Waffe tragen sie den Wurfspeer, der nicht vergiftet ist. Bogen und Pfeile kennen sie nicht.

4. Admiralitäts Inseln.

Tafel 25.

Etwa 20 Jahr alte Frau, namens Lu. Kopf glatt rasirt. An den Armen Ziernarben.

5. Saloino Inseln.

Tafel 26.

Etwa 35 Jahr alter Mann, namens Tzinguin, von Buka, Ostküste. Das Haar ist rund um den Kopf mützenartig abrasirt; es wird kurz geschnitten und aufgelockert, nicht in Löckchen gedreht. Diese Haartracht findet man auch an Schnitzereien (menschlichen Figuren) aus diesen Gegenden dargestellt. Das Gesicht mit Einschnitten bedeckt, die in geradlinigen Mustern angeordnet sind. Nasenseptum durchbohrt. Ueber Brust, Schulter und Bücken Ziernarben. Am Arm ein aus farbigen Pflanzenfasern frisch geflochtenes Band.

Tafel 27.

Etwa 25 Jahr alter Mann, namens Sobu, von Buka, Ostküste. Haar und Ziernarben wie bei dem Yorigen.

Tafel 28.

Ein Zug Krieger in Buka, aus dem Gebirge kommend. Sie haben nur Bogen und Pfeile als Waffen und sind vollkommen nackt. Zwei tragen grosse Nasenstäbe aus Tridacna.

Tafel 29.

Musicierende junge Männer von Buka. Ganz nackt. Sie blasen auf Panflöten aus Bambus; die Instrumente sind verschieden gestimmt und die Musik klingt nicht unangenehm; sie hat zwar Melodie,