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Zum Geleit.
Mit herzlicher Freude komme ich dem Wunsche des Ver¬
fassers nach, seinen Auszeichnungen über das Volk und das
Heidentum der Wapare einige Geleitsworte mit aus den Weg
zu geben.
Missionar I. I. Dannholz hat die Stämme der Wa¬
pare, unter welchen er jetzt in Deutsch-Ostasrika arbeitet,
belauscht, wo er nur konnte. Er ist nicht nur geduldig und
mit zäher Ausdauer ihren Gedankengängen nachgegangen, son-
dern hat sich auch erzählen lassen von seinen Gewährsleuten,
deren Vertrauen er gewonnen hatte. Was er dann erlauscht
hat über das Fürchten und Bangen, das Sehnen und Hoffen
ihres Herzens, über ihre Sitten und Gebräuche, über ihre
Rechtsanschauungen und über die Gründe all ihres Tun und
Treibens, das uns oft auf den ersten Blick so wirr, so bunt,
so vollständig unlogisch, und dann wieder oft so grausam und
abscheulich anmutet, das erzählt er aus den nachfolgenden
Blättern.
Missionar v. Spieth hat i. F. 1912 in der Allgemeinen
Missionszeitschrist geschrieben, „daß wir Missionare die Pflicht
haben, die uns bekannten Stämme dadurch zu Ehren zu bringen,
daß wir die unter ihnen vorhandenen religiösen und sitt-
lichen Güter hier in Europa bekannt machen. Bei dem gegen-
wärtigen raschen Schwinden althergebrachter Sitten und Ge-
brauche haben solche Aufzeichnungen auch für das Volk selbst
den größten Wert." Missionar Dann holz hat diesen Dienst
den Wasu geleistet. Da steht sie vor uns, die beklagenswerte
Kinderlose und wir werden ergriffen von ihrer herzbeweg-