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predigt, daß Gott allmächtig und barmherzig ist, und du
traust ihm jetzt nicht zu, daß seine Hand uns stärken und be¬
wahren werde vor dem Argen?"
Eine zweifache Besiegelung finden unsere Christen in
der Taufe, erstens, daß ihnen die Sünden vergeben werden,
so wie Ananias zu Saulus sagte: „Stehe auf und lasse dich
taufen und abwaschen deine Sünden." Sie zweifeln nicht
daran, daß Jesus selbst in der Taufe ihre Seelen netze mit
seinem sündentilgenden Blut. And das andere ist ihnen
ebenso felsenfest gewiß, daß Gott selbst in der Taufe sie bei
ihrem neuen Namen ruft und diesen einschreibt in sein Buch,
so daß er nie und nimmer vergessen wird. Befreit aus der
Hand des Bösen und der Geister, sind sie Gottes leibeigene
Knechte geworden. Deshalb freuen sie sich darüber, daß
selbst die Teufel ihnen Untertan geworden sind in Jesu
Namen, mehr noch darüber, daß ihre Namen angeschrieben
stehen im Buch des Lebens.
Gott gebe uns, daß wir seines Winks gewärtig stehen
und allen Fleiß tun, die schwarze Dirne herzurichten als
eine prächtig geschmückte Braut ihrem Manne, damit wir
Hand in Hand mit ihr Ihm entgegengehen, Ihm, dem herr¬
lichen König, des wir harren.
Die Völker wachen aus, auch die Völker Afrikas regen und
bewegen sich. Der verschmachtete Knabe hebt sein krauses
Haupt, ein Erkennen steht in seinen Zügen, der Wahn schwin¬
det. Er wird ferner nicht mehr das Wasser, das wir ihm
bringen, verschmähen, sondern er wird seine Hände ausstrecken
und trinken und leben.
Sieh, das Heer der Nebel flieht
Vor der Morgenröte Helle!
Und der Sohn der Wüste kniet
dürstend an der Lebensquelle.
Ihn umleuchtet Morgenlicht.
Jesus hält, was Er verspricht!
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