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Erwerb fis¬
kalischen
Farmlandes.
für die Reisenden wissenswerte zusammenstellt. Es wird sich
empsehlen, ein derartiges Handbuch, dessen Abgabe unentgelt¬
lich ersolgt, zu beschaffen. Auch sonst wird der Auswanderer
gut daran tun, in Zweiselsfällen wegen der Uebersahrt und Fracht¬
verhältnisse mit den Schiffahrtslinien oder deren Vertretungen
direkt in Verbindung zu treten. Die Vertretung der Woermann-
Linie und der Deutsch-Ostafrika-Linie hat in Berlin Max Adler,
Neustädtische Kirchstraße 15.
Neben der Woermann-Linie, der Hamburg-Amerika-Linie
und der Deutschen Ostafrika-Linie vermittelt die Hamburg-Bremer
Afrika-Linie in Bremen den Güter- und Personenverkehr zwischen
der Heimat und Deutsch-Südwestafrika.
II. farmwii'tsckafl im allgemeinen.
Ueber die Bedingungen für den Erwerb fiskalischen Farm¬
landes geben die in Anl. 2, 3, 4 abgedruckten Bestimmungen Aus¬
kunft. Anfragen und Anträge wegen Erwerbs fiskalischen Farm¬
landes sind an das Kaiser!. Gouvernement in Windhuk zu richten,
mit dem auch die fraglichen Verträge abznschließen sind. Die
Zentralverwaltung in Berlin kann sich mit diesen rein lokalen
Angelegenheiten nicht befassen.
Bei Bemessung des mitzubringenden Kapitals spricht der an
den Fiskus zu leistende Kaufpreis insofern nur wenig mit, als,
von der unbedeutenden ersten Anzahlung abgesehen, die Raten¬
zahlungen erst eine Reihe von Jahren nach der Betriebsgründung
beginnen.
Steht der Entschluß zur Niederlassung in dem Schutzgebiet
fest, so erhebt sich für den verheirateten Auswanderer die Frage,
ob es ratsamer ist, die Familie mitzunehmen oder Nachkommen
zu lassen. Die Antwort hieraus wird davon abhängen, ob sich
der Auswanderer bereits einen bestimmten Farmplatz gesichert
hat. Wer beabsichtigt, sich erst im Lande umzusehen, bevor er
den Ort seines zukünftigen Heims wählt, der muß sich darüber
klar sein, daß der Unterhalt der Familie im Schutzgebiet, be¬
sonders für einen Fremden, der aus die Unterkunft in Gast-
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