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6. Der Gouverneur wird ermächtigt, einem Käufer fiskalischen '
Farmlandes bei unverschuldeten Unglücksfällen im Wirtschafts¬
betrieb einzelne Kaufgeldraten zu stunden.
7. Der Verkauf fiskalischen Farmlandes erfolgt unter den in
anliegendem Vertragsformular festgesetzten Bedingungen.
8. Der Preis wird je nach Lage und Güte des Grundstücks
festgesetzt. In der Regel soll er sich zwischen 20 Pfg. und 1 Mark
pro Hektar bewegen.
9. Für ausgeschiedene Angehörige der Schutztrnppe und solche
wehrpflichtige Reichsangehörige, die an einem Feldzug im Schutz¬
gebiet teilgenommen haben, kann, wenn sie sich gut geführt haben
und den Besitz eines Betriebskapitals von mindestens 2000 Mark
Nachweisen, der Preis bis auf die Hälfte ermäßigt werden.
10. Die Verpachtung fiskalischen Farmlandes erfolgt nach
Maßgabe der im Bürgerlichen Gesetzbuch über den Pachtvertrag
getroffenen Bestimmungen.
11. Der jährliche Pachtzins beträgt mindestens 5 Prozent des
vom Gouverneur zu bestimmenden Verkaufswerts des Grund¬
stücks.
12. Bei Verkauf oder Verpachtung im Wege der Versteigerung
ist unter Festsetzung eines Mindestpreises der Vertragsinhalt in
die Versteigerungsbedingungen aufzunehmen. Diese und der Ver¬
steigerungstermin sind von dem zuständigen Bezirks- oder
Distriktsamt mindestens vier Wochen vorher in ortsüblicher Weise
bekanntzumachen. Der Zuschlag wird unter Vorbehalt der Ge¬
nehmigung des Gouvernements erteilt. Dieses hat die Wahl
zwischen den drei Höchstbietenden.