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Kapitel 9.
Transport der Vögel.
Junge Anfänger, welche noch nicht genügend Er¬
fahrung und Kenntnisse in dem Transporte von Vö¬
geln haben, sind, wenn sie Strauße gekauft haben,
oft m großer Verlegenheit und erleiden während der
Reise sehr häufig schwere Verluste.
Sogar für den erfahrensten Mann ist es eine
schwierige Sache, wenn er Vögel von einem Orte
fortbringen soll, wo dieselben längere Zeit in Kamps
zusammen gewesen und nicht mehr so sehr an
fremde Geräusche und Anblicke gewöhnt sind; Vor¬
sieht und Geduld müssen hauptsächlich während
der ersten beiden Tagesreisen angewandt werden,
denn nach dieser Zeit gewöhnen sich die Vögel all¬
mählich wieder in die fremden Verhältnisse und be¬
reiten dann wenig Schwierigkeiten, wenn sie nicht
etwa durdh Hunde erschreckt und gejagt werden.
Bei Vögeln jeden Alters sollte unterwegs ein
Mann mit einem Sack Mais vorhergehen und von
Zeit zu Zeit ein paar Körner fallen lassen, indem
er zu gleicher Zeit die Vögel ruft, die anderen
Männer treiben von hinten und sollten mit leichten
Dornbüschen bewaffnet sein. Letztere sind den Peit¬
schen vorzuziehen, da, wenn die Vögel erschrecken
und nach rückwärts: zu entweichen versuchen, diese
Dornbüsche sie wieder vorwärts treiben, wozu Peit¬
schen wenig zweckdienlich sind. Dazu kommt noch,
daß Peitschen das Gefieder beschädigen, sich auch
leicht in den Füßen der Vögel verwickeln und diese
hinwerfen, besonders, wenn die Peitschen naß ge¬
worden sind.
fcf