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erholen sie sich wieder, jedoch sind sie bis dahin
ganz erheblich abgemagert.
Die Pflückvögel müssen Zugang zum Wasser ha¬
ben und sollten ständig zerstampfte Knochen er¬
halten, ein paar Hände voll in den Kamp geworfen.
Wenn die Tiere die Phosphate, welche die Knochen
enthalten, nötig haben, nehmen sie die zerkleinerten
Knochen von selbst.
An der Küste oder an Plätzen, wo man Mangel¬
wurzeln pflanzen kann, ist dieses ein hervorragendes
Nahrungsmittel, und besonders da, wo es keinen
Feigenkaktus gibt, sollte nicht versäumt werden,
diese Art zu pflanzen.
Kapitel 12.
Bas Pflücken der Federn.
In den ersten Tagen der Straußenzucht wurden
die Fedem alle sechs Monate gepflückt, da die
Federn während dieser Zeitdauer, beinahe bis auf
den Tag anscheinend, ihren vollen Wuchs erreicht
hatten, aber teilweise sich unterschieden, je nach
dem Zustande, in dem der Vogel sich befand. Ich
sage anscheinend, weil, obgleich der flaumige Teil
der Feder seine größte Länge erreicht hatte und die
Blutadern in den Federn eingetrocknet sind, bis
dort hinunter, wo die Feder mit dem Flügel zu¬
sammenkommt, der Stiel unter der Haut doch noch
lebt und im Wachsen begriffen ist. Bald jedoch
fand man heraus, daß dieses ständige Herausrupfen,
bevor die Feder reif war, sie während jedes nach¬
folgenden Wachstums kürzer werden ließ und der
Federkiel steifer wurde, sodaß die Federn dann,
wenn der Vogel fünf oder sechs Jahre alt war, sehr
wenig Wert besaßen. Desgleichen jedoch sollen die
Federn auch nicht so lange gelassen werden, bis