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Kielfedern geschnitten sind; die Kielfedern bekom¬
men dadurch die ganze Wuchsstärke während der
nächsten zwei Monate, in welcher Zeit die schwar¬
zen Federn zu wachsen aufgehört haben.
Wenn man eine große Anzahl Vögel, sage ca.
150, hat, so ist die beste Sorte Pflückkasten ein Kraal
in einer Einfriedigung, der aus Eisenholzbrettern,
die an Querhölzer genagelt sind, besteht, und diese
Querhölzer sollten wiederum an Füßen aus Nutzholz
angebolzt sein. Die Größe des Kraals sollte 20 Fuß
im Geviert sein und 5 Fuß hoch, ein Fuß hoch
unten sollte man offen lassen. Auf jeder Seite der
Umzäunung werden zwei Brettertüren, die sich in
Angeln bewegen, angebracht; an diesen Kraal und
durch eine Schiebetür mit demselben in Verbindung
stehend, sollte ein anderer Kraal anstoßen, nur
10 Fuß weit, an einer Seile beweglich, der aus leich¬
lerem Holze, vielleicht drei Viertel Zoll dicken Die¬
len hergestellt ist; auch dieser Kraal muß zwei
Türen haben, die sich nach verschiedenen Seiten
hin öffnen.
Nachdem die Vögel in den großen Kraal gebracht
worden sind, werden diejenigen, welche gepflückt
oder gebrannt werden sollen, herausgesucht und in
den kleinen Kraal gebracht. Das bewegliche Ende
des kleinen Kraals wird vorwärts gebracht und die
Vögel zusammengezwängt, wodurch man zwischen
den Vögeln stehen kann, um sie gefahrlos zu pflücken.
Ein Mann sieht draußen, um die Federn in Empfang
zu nehmen. Für Brillkamps ist ein gewöhnlicher
Kraal, 8 Fuß im Geviert, dessen eine Seite beweglich
ist, genügend. Ein Boden, der an der Rückseite
der beweglichen Fenz als Standort für einen Mann
angebracht wird, erweist sich insofern vorteilhaft,
als man dann nicht zwischen die, Vögel zu gehen
braucht.
Die besten Werkzeuge zum Federschneiden sind
Baumscheeren, und zwar solche mit zwei Bogen,