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Am Zoll in Tanga
Die Wirtschaftsgebiete.
Die Verschiedentlichkeit der einzelnen Landesteile, ihre natürlichen
Bedingungen und ihre historische Entwicklung haben eine natürliche
Gliederung der Landes zur Folge gehabt, die wirtschaftspolitisch
sich je länger je mehr geltend zu machen scheint. Der Umstand, daß es
zuerst der Norden war, der seine Bahn erhielt, hat diesem auch eine
wirtschaftliche Präponderanz verliehen, die durch die nachfolgende Ent¬
wicklung der übrigen Gebiete sich auch kaum wieder ausgleichen
dürfte. Tanga und sein Hinterland zusammen mit den Bezirken Moschi
und Aruscha können heute, so verschieden auch innerhalb dieses Gebietes
die Verhältnisse liegen, doch wirtschaftlich insofern als ein einheitliches
Ganzes aufgefaßt werden, als sie in der Hauptsache auf die Plantagen-
und Farmenwirtschaft der Europäer ein gestellt sind. Wesentlich von
diesem Gebiet verschieden ist sowohl in bezug auf die natürlichen
Bedingungen als infolgedessen auch der bisherigen wirtschaftlichen Ent¬
wicklung das Hinterland von Daressalam, das bis zum Tanganyikasee hin
seinen Stempel durch die Tanganyikabahn erhält. Das gesamte südliche
Küstengebiet einschließlich des Bezirkes Langenburg kann als dritte,
durch das Vorherrschen der Eingeborenenwirtschaft charakterisierte wirt¬
schaftliche Einheit angesehen werden, wenn auch hier bereits europäische
Unternehmungen vorhanden sind, die den wirtschaftlichen Charakter
wesentlich beeinflußt haben. Vollkommen verschieden von den drei
genannten Wirtschaftseinheiten sind die Länder, die sich zwischen dem
Nordende des Tanganyikasees und dem südlichen Viktoriasee erstrecken,
also der Bezirk Muanza und die Gebiete von Bukoba, Ruanda undUrundi.
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