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Muhesa
läutert später dem gesamten Schutzgebiet zugute kommen sollten.
Neben den bereits genannten Kulturen war es noch eine Reihe anderer
tropischer landwirtschaftlicher Produkte, die im Gebiet des Tanga-
hinterlandes den Beweis für ihre Rentabilität in bezug auf Ostafrika
erbrachten. Kapok, Kakao, Kopra und wie sie alle heißen, sie alle
sind mehr oder weniger intensiv in diesem Gebiet erprobt und an¬
gebaut worden.
Die Fortführung der Usambarabahn über das eigentliche Usambara
hinaus ließ auch außerhalb dieses Gebirges rechts und links der Bahn
ein Unternehmen nach dem anderen entstehen. Der Kilimandjaro war
ebenso wie der Meru bereits vor der Erreichung durch die Bahn durch
Buren und Deutsch - Russen in wirtschaftliche Bearbeitung genommen
worden. Aber schließlich war es doch erst die Bahn, die diesem
Gebiet pulsierendes Leben einhauchte. Weite Kaffeefelder, die hier am
Kilimandjaro größere Erträge als in Usambara liefern, Weizenfelder usw.
entstanden in einer Fülle neben anderen Kulturen, die allmählich den
Raum für weitere Ausdehnung etwas beschränkt erscheinen läßt. Daneben
war es in diesen Gebieten die Viehzucht, die hier frei von Tsetse ein
weites Feld der Tätigkeit finden konnte.
Eingangstor für die Nordbezirke ist Tanga, der zweitwichtigste Hafen¬
platz der Kolonie und deren bedeutendster Ausfuhrhafen. 38% der
gesamten Schutzgebietsausfuhr entfielen nach der letzten Statistik auf
diesen Platz, der sich mehr und mehr zum sozialen und wirtschaftlichen
Mittelpunkt der gesamten Nordbezirke entwickelt, so daß der zweite
größere Hafen dieses Gebietes, Pangani, zum wirtschaftlichen Appendix
Tangas wird. Auch die übrigen größeren Wohnplätze dieses Gebietes,
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