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es mit dem Wachs
zu gehen. Bienenhal¬
tung in unserem
Sinne kennen die Ein¬
geborenen nicht, die
Wachsgewinnung war
also nichts weiter als
Raubbau, wenn sie
die gesamten Bienen¬
stämme, die in den
Wäldern Ostafrikas
sehr zahlreich vor¬
kommen, in den auf¬
gehängten Stöcken
abtöteten, um das
Wachs zu gewinnen.
Wenn die Wachsaus¬
fuhr nicht bereits
gänzlich aufgehört
hat, so ist das nur
der Aufklärung der
Eingeborenen durch
die Verwaltung zu
verdanken.
Wenn auch nicht
mehr die Bedeutung
wie früher, so doch
immerhin noch eine
recht beträchtliche
namentlich im Süden
des Schutzgebietes hat in der Eingeborenenwirtschaft die Grabung von
fossilem Kopal, von dem im vergangenen Jahr noch für 120000 Mark
ausgeführt werden konnte.
Watussirinder
3. Der Bergbau.
Wenn auch Ostafrika geologisch noch nicht in allen seinen Einzel¬
heiten bekannt ist, so ist doch kaum zu erwarten, daß das Bild, daß der
jetzige Bergbau bietet, sich im wesentlichen verschieben wird. Bereits
Ende der achtziger Jahre hat die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft
Untersuchungen über das Vorkommen von Mineralien anstellen lassen,
die zusammen mit den späteren bergmännischen Arbeiten ergeben haben,
daß für einen regelrechten bergmännischen Betrieb heute nur verhältnis¬
mäßig wenig Mineralien in Ostafrika in Betracht kommen. Einer der
ersten Funde, der gemacht wurde, war der der Kohlenlager am Nyassasee.
Es ist wiederholt angeregt worden, diese Kohle, die von hervorragender
Qualität ist, abzubauen, jedoch haben bisher die ungünstigen Verkehrs-
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