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Pochwerk der Goldmine Sekenke
Verhältnisse zum Nyassasee und zu der Lagerstätte der Kohlenflöze jedes
Eingehen auf diesen Gedanken verboten. Möglich ist, wenn man aus der
geologischen Konfiguration des Westufers des Tanganyikasees schließen
will, daß sich auch auf deutscher Seite noch Kohlenfunde erschließen
lassen, doch ist Positives darüber bisher nicht bekannt geworden.
Ähnlich wie mit den Kohlen hat es sich mit den Granatfunden verhalten,
die im Süden des Schutzgebietes gemacht wurden, und die auch längere
Zeit ausgebeutet worden sind, bis das Sinken der Preise für Granaten die
Erstehungskosten zu hoch erscheinen ließ. Sehen wir von dem Bitumen¬
vorkommen am Tanganyikasee ab, das zunächst nur für die Eingeborenen
Bedeutung hat, die Bitumen zum Kalfatern ihrer Bote benutzen, so sind
es heute drei Mineralien, die eine wirtschaftliche Rolle spielen: Glimmer,
Gold und Salz.
Glimmer wird zwar an vielen Stellen des Schutzgebietes gefunden,
bergmännisch aber ausgebeutet zunächst nur im Ulugurugebirge bei
Morogoro. Im Stollenbetrieb wurden hier im letzten Jahre mehr als
150 t im Wert von über einer halben Million Mark gewonnen und aus¬
geführt. Die Glimmerausbeute dürfte bei Erweiterung der Betriebe nach
allem, was bisher darüber bekannt geworden ist, noch bedeutend aus¬
dehnungsfähiger werden können.
Dem Wert nach, soweit er in der Ausfuhr in Erscheinung tritt, steht
unter den Produkten des Bergbaues an erster Stelle das Gold, von dem
in den letzten Jahren für annähernd jährlich eine Million Mark ausgeführt
wurde. Gold findet sich zwar im Schutzgebiet an vielen Stellen, aus¬
gebeutet werden die Vorkommen bisher aber nur an wenigen Punkten.
An erster Stelle steht hier die auf dem Irambaplateau gelegene Kironda-
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