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Die ersten insKidschagga übersetzten Lieder „Jesu geh'voran"
und „Aus meines Herzens Grunde" wurden viel gesungen.
Die Liederzettelchen gingen von Hand zu Hand, und bald
war das unter dem Druck des Geisterglaubens seufzende
Dschaggaland ein klingendes, singendes Land geworden. In
letzter Zeit wurden den biblischen Geschichten auch Bilder
hinzugefügt. Missionar Gutmann trägt sich mit dem Gedanken,
den reichen Schah von Erzählungen, den er in seinem „Volks¬
buch der Wadschagga" gesammelt hat, später einmal in die
Landessprache zurückzuübersehen. Er würde damit dem Volke
denselben Dienst erweisen, den unser Volk den Brüdern Grimm
mit ihren Haus- und Kindermärchen verdankt.
Ärztliche Mission.
„Machet die Kranken gesund!" sagtJesus zu seinenJüngern
Matth. 10, 8). Und er gibt ihnen mit dem Auftrag zugleich
die Kraft. Diese Wunderkraft besitzen wir heute nicht mehr,
dafür aber stehen uns die Errungenschaften der medizinischen
Wissenschaft in reichem Maße zu Gebote. Und es wäre eine
Versäumnis, wollte die Mission sie nicht den Heiden zugute
kommen lassen. Der weitverbreitete Irrtum, daß die Natur¬
völker sich einer beneidenswerten Gesundheit erfreuen, ist längst
widerlegt. Auch die Negerin unseren verhältnismäßig gesunden
afrikanischen Bergländern haben mit zahlreichen Krankheiten zu
Kämpfen, und es fehlen ihnen die Mittel, sich ihrer zu erwehren.
Eine Hauptursache der Krankheitsnot ist die mangelhafte und
unzweckmäßige Kleidung, die gegen die Unbilden der Witterung
nicht schützt. Die Kinder laufen entweder ganz unbekleidet
oder sie decken mit einem Stückchen Fell oder Zeug notdürftig
ihre Blöße. Darum fordern Rheumatismus,Influenza, Keuch¬
husten, Lugenkrankheiten immer wieder ihre Opfer. Die
heiße Zeit bringt Augenentzündungen, die Regenzeit Erkäl¬
tungen, das gelegentliche Übermaß im Essen und Trinken Magen¬
erkrankungen. An der Wurmkrankheit leidet ungefähr die
Hälfte der Bevölkerung. Auch die gefährliche Malaria breitet