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In Brünn entfiel in den Jahren 1868/79 eine Taufe auf etwa 13301340 Juden, in den weiteren Jahren aber schon auf 510515. In Triest kommt unter je 300 Juden ungefähr ein austretender vor. Im allgemeinen läßt sich für die 150000 österreichischen Juden außer Galizien, Bukowina und Wien eine fast zweimal geringere Taufziffer annehmen als in Wien, so daß hier rund auf etwa 500 Juden ein Austritt fällt.

Im ganzen wäre nach diesenAusführungen dieZahl der durch Austritt vom Judentum a bf all e n d e n J u d e n in allen österreichischen Kronländern zusammen auf 840900 jährlich zu veranschlagen; es entfiele so 1 Austritt auf 13601480 Juden.

Kapitel VI.

Schulwesen.

a) Besuch der Volksschulen.

Es sind in Österreich im Jahre 1880, 1890 und 1900 Volksschul-Kon- skriptionen unternommen worden, bei denen auch die Konfession der schul­besuchenden Kinder ermittelt wurde. In jedem einzelnen Schuljahre werden solche Erhebungen nicht veranstaltet, sodaß die Konfession der Schulkinder nur nach dem Stande dieser 3 Jahre bekannt ist. In Tabelle LILIII werden die bei diesen 3 Zählungen ermittelten jüdischen Knaben und Mädchen in öffentlichen und privaten Volksschulen in sämtlichen Kronländern mitgeteilt. Die Zahl der Volksschulen überhaupt besuchenden jüdischen Kinder betrug . im Jahre 1880 71414 unter 2377624 Schulbesuch enden Kindern überhaupt

1890 96797 2872928

jj

:

1900 110269 3329783

n

Es wuchs demnach die Zahl der jüdischen Kinder um

absolut

in %

in den Jahren 1880/1890

25383

35,3

1890/1900

13472

13,9

1880/1900

38855

54,5

die der christlichen Kinder um

absolut

in %

in den Jahren 1880/1890

469922

20,4

1990/1900

443392

16,0

1880/1900 913314 39,5

Der Prozentsatz der jüdischen Kinder in den Volksschulen ist selbst im Jahre 1900 (3,8 %) noch geringerals der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung. Bei allen drei Zählungen war die Zahl der jüdischen Mädchen bedeutend höher als die der jüdischen Knaben. Ganz enorm tritt dieser Unterschied in Galizien und der Bukowina hervor, wo im Jahre 1880 12509 resp. 1109 jüdische Knaben, dagegen 20891 resp. 1973 Mädchen, die Volksschulen besuchten, noch im