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Taballe LXXIX.
Es sind
In absoluten Zahlen
von je 1000
Katholiken
Juden
Kaholiken
Juden
Selbständige . •.
3 885 617
235 775
163
193 ~
Angestellte.,
380 770
42 681
16
35
Arbeiter.
3 966180
81455
167
67
Taglöhner.
989 082
31 567
41
26
Mithelfende Familienmitglieder .
3 859 297
54532
162
44
Nicht berufstätige Angehörige .
10 268 297
762 358
432
622
Hausdienerschaft.
447 385
16 343
19
13
♦
1000
1000
und Angestellten die höchste relative Ziffer aufzuweisen haben, während sie bei den Arbeitern weit hinter den Katholiken Zurückbleiben. Über die Hälfte aller berufstätigen Juden üben ihren Beruf als Selbständige aus, während bei den Katholiken nicht ganz ein Drittel hierzu gelangt. Die Zahl der jüdischen Angestellten ist im Verhältnis dreimal so groß als die der christlichen, die Arbeiterziffer nicht ganz halb so groß. Diese Verhältnisse wiederholen sich, wie Tabelle LXXX zeigt, mit gewissen Schwankungen in allen vier Hauptberufsklassen. Die Quoten der Taglöhner unter den Juden sind in allen Berufs-
Tabelle LXXX.
Es sind von je 1000 in einer der nebenstehenden Hauptberufsklassen berufstätigen Katholiken bez. Juden ihrer sozialen Stellung nach
Landwirtschaft
Industrie
Handel und
Verkehr
Öffentlicher und Militärdienst, freie Berufe, Berufslose.
Kath.
Juden
Kath.
Juden
Kath.
Juden
Kath.
Juden
Selbständige ....
261
338
179
461
321
529
685
745
Angestellte ....
2
33
20
81
107
100
136
147
Arbeiter . ♦ . . .
159
76
738
343
356
144
176
106
Taglöhner.
Mithelfende Familien-
95
145
34
12
183
123
2
0,2
Mitglieder ....
483
408
29
103
33
104
1
2
1000
1000
1000
1000
1000
1000
1000
1000
klassen unternormal mit Ausnahme der Klasse Handel und Verkehr, wofür eine relativ hohe Ziffer ausgewiesen ist, nämlich 21838 Personen. Hiervon entfallen 20508 auf „Lohnarbeiten wechselnder Art“, d. h. also auf Leute, die überhaupt keinen Beruf haben und durch Gelegenheitsarbeiten von der Hand in den Mund leben. Von diesen 20508 Tagelöhnern leben 19233=88,1% in Galizien, nur 1275 im übrigen Österreich. Die amtliche Bearbeitung bezeichnet dieses Resultat als den „zahlenmäßigen Ausdruck des jüdischen Massenelends Galiziens.“
Was den Anteil der Frauen am Erwerbsleben anbelangt, so ergibt sich zunächst aus der letzten Spalte von Tabelle LXXXI, daß das weibliche Element bei den Juden in viel geringerem Maße am Erwerbsleben teilnimmt als bei den Katholiken. Bei den Katholiken sind nämlich unter je 1000 Berufstätigen 421 weiblich, bei den Juden nur 256. Am stärksten ist die Abweichung in der Land- und Forstwirtschaft, wo bei den Katholiken das weibliche Element sogar überwiegt (unter 1000 Berufstätigen sind 505 weiblich), während unter
