1371

Hambro, Joseph Hamburg

1372

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Nach Alfonso Cassuto, Gedenkschrift.

Bestätigung des Kaufvertrags des Altonaer Friedhofs durch König Christian IV. von Dänemark, 1641.

Stückes des *Ma*ariw-Gebets, Der *a$chkena- sische Siddur enthält ein Lied mit diesem An­fang für den Sabbatausgang, das als * Akro­stichon seines Autors Isaak hakatan (nach manchen Isaak ben Juda ihn Gajjat, 103089) gedichtet ist und nach zahlreichen, sehr popu­lären Melodien im Familienkreise, nachdem die Hawdalakerze in Flüssigkeit (Wein oder dgl.) ver­löscht ist, gesungen wird. Es ist urspr. für *Ne*ila eines * Jörn kippur, der auf Sabbat fällt, verfaßt und wird im *sefardischen Ritus so verwendet. Auch die *Karäer haben das Lied übernommen. Lit.: Zxmz, SP, S. 14, 554; Baer, Siddur, 312.

I. E.

HAMBRO, JOSEPH, dänischer Finanzmann, geb. 1780 in Kopenhagen, gest. 1848 in London. Er knüpfte u. a. Beziehungen zu Westindien an und erwarb durch seine Finanzoperationen ein großes Vermögen. Er schloß u. a. Staats­anleihen mit Norwegen ab und vermittelte 1821 die dänisch-englische Staatsanleihe. Er er­richtete auch die erste Dampfmühle in Kopen­hagen. 1831 übersiedelte er nach London. Sein Sohn Carl, der Begründer des Bankhauses C. J. Hambro & Son in London, trat zum Christentum über.

Lit.: Bricka, Biogr. Leksikon VI, 522; Dahl & Engelstoft, Biogr. Haandleksikon I, 644; Tidsskrift for jödisk Historie og Literatur I, 176.

T. J. F.

HAMBURG, deutscher Freistaat (Freie und Hansestadt"). Die Geschichte der JL in H. ist aufs engste mit der der J. in Altona und Wandsbek verknüpft, die in Zeiten der Ver­folgung dort Zuflucht fanden, wie umgekehrt

die J. voii H, in Zeiten der Gefahr nach Altona und Wandsbek fliehen konnten. Die Gemein­samkeit der geschichtlichen Erlebnisse war so groß, daß man von den Dreigemeinden Altona- Hamburg-Wandsbek (in hebr. Quellen abge­kürzt V'n"j$ AHU) spricht. In der geschicht­lichen Entwicklung der J.-siedlung in H. ist bis in die 2. Hälfte des 19. Jhdts auch noch die Her­kunft der dortigen J., die teils von Vertriebenen aus Portugal, teils aus Deutschland stammen und bis 1864, infolge des Zwanges, sich ent­weder der aschkenasischen oder der portugiesi­schen Gemeinde anzuschließen, zwei völlig ge­trennte Gemeinden bildeten, von Bedeutung gewesen. Am Ausgang des 19. und Anfang des 20. Jhdts. hat H. als Auswanderungshafen für den Strom der aus Osteuropa nach *Amerika wandernden J. eine bedeutende Bolle gespielt. In die religiöse und soziale Fürsorge für diese J. teilte sich die j. Gemeinde H. mit den großen j. Wohlfahrtsorganisationen, insb. dem *Hilfs- verein der deutschen J.

1. Die Entstehung der portugiesischen Ge­meinde« Am 3. September 1652 wurde durch die Vereinigung einiger Betstätten die portu- giesisch-j. (*Sefardim-) Gemeinde in H. ge­gründet. Die erste Ansiedlung portugiesischer J. in H. erfolgte jedoch bereits früher, jeden­falls vor 1577, also eher als in * Amsterdam. Die Einwanderer kamen zunächst direkt aus Portugal; ein weiteres Kontingent stellte Flan­dern und Italien. Der Ritus der Gemeinde, von dem der Amsterdamer wesentlich verschieden, lehnt sich noch heute an den von *Livorno an. Die portugiesischen J. spielten im Wirtschafts­leben der Stadt als Handelsvermittler mit