Vorwort.

Dieses Buch, verzichtet auf den Beifall und die Zustimmung, aber auch, auf den Wider­spruch und sogar die Kritik derjenigen, welche die Ostjuden mißachten, verachten, hassen und verfolgen. Es wendet sich nicht an jene West­europäer, die aus der Tatsache, daß sie bei Lift und Wasserklosett aufgewachsen sind, das Recht ableiten, über rumänische Läuse, galizische Wanzen, russische Flöhe schlechte Witze vorzubringen. Dieses Buch verzichtet auf dieobjektiven Leser, die mit einem billigen und sauren Wohl­wollen von den schwanken Türmen westlicher Zivilisation auf den nahen Osten hinabschielen und auf seine Bewohner; aus purer Humanität die mangel­hafte Kanalisation bedauern und aus Furcht vor An­steckung arme Emigranten in Baracken einsperren, wo die Lösung eines sozialen Problems dem Massentod überlassen bleibt. Dieses Buch will nicht von Jenen gelesen werden, die ihre eigenen, durch einen Zufall der Baracke entronnenen Yäter oder Urväter verleug­nen. Dieses Buch ist nicht für Leser geschrieben, die es dem Autor übelnehmen würden, daß er den Gegen­stand seiner Darstellung mit Liebe behandelt, statt mitwissenschaftlicher Sachlichkeit, die man auch Langeweile nennt.

Für wen also ist dieses Buch bestimmt?

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