Juglandaceae.
Juglans regia L.
Welscher Nußbaum, Gemeiner Walnußbaum.
Der edle Nußbaum, die welsche Nuß *), ist nach heutiger An-
schauung vom südöstl. Ungarn bis Persien ursprünglich heimisch
(Keunee 1 2 2, 676). Er führt in Palästina und Syrien, und von
daher in Arabien und Äthiopien den entlehnten Namen hebr.
1 egöz, aram. gauzä, arab. ganz 2 ), dessen Ursprung unbekannt ist.
Als Lehnwort gilt es schon Gawäliki, ״ der es mit einer oft vor-
kommenden Verwechslung für ursprünglich persisch hält, doch
bedarf das persische Wort noch eines Beleges. Wie sich die
aram. Form zum hebr. 'egöz, eigentlich’ eggöz , talm.’ ctmgözä , armen.
engoiz verhält, vermag ich nicht zu sagen; nur scheint mir auch
die aram. Form aus der volleren einer fremden Sprache zu stam-
men.“ (Nöedeke, NBs. S. 43.)
Die Juden sprachen, wie die Massora bezeugt, ’ egöz . Für die
spätere, allerdings durch die massoretische Fixierung beeinflußte
Aussprache bezeugt die genaue Londner Hs. des Br. (60,11p. 652
Theodor) das e, das sie durch die Lesemutter j bezeichnet. Wenn
Grimme das Alef des Wortes nur als Mittel, stimmloses g zu
schreiben, ansehen möchte (ZDMG. 68, 269), so sprechen die aram.
und armen. Formen dagegen. Hübschmann (Arm, Gr, I 2, 393)
verzeichnet arm. engoiz Walnuß, enguzi Nußbaum, osset. cingüz ,
georg. nigozi , kurd. egviz, guviz , np. göz, türk. Tcoz (goz).
Semitisch ist das Wort nicht. Nur Ernst Meiers Phantasie
hat es fertiggebracht, das Wort zu * אגז = 'ctgacl, binden, zu stellen
1) Yiddish-hebräiseh לועז אגוז Grunwald, Mitt. 15, 42. Auch im älteren
Magyarisch olasz diö d. i. ital. Nuß. Wal = italienisch auch im Familien-
namen Wahl (Schiloach 6, 478, Sokolo Vf - Jubelschrift 299).
2) Fürs ganze arabische Sprachgebiet bezeugt S. 107, 202. — Ein Sanskrit-
name ist aksofa (ZDMG. 71, 2).