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wechslung mit der Muskatnuß vor (LIV 311). Gewürznelken ge-
hören zu den aus Indien zu uns kommenden Dingen (320 nach
Ta'älibi); sie dürfen nur gekocht ausgeführt werden, damit sie
anderswo nicht wachsen (293). Halsketten aus Gewürznägeln
für Frauen, neben Halsbändern aus Kampher und Ambra (Wassa
bei ZDMG. 43, 360; E. Wied. LVI 337). Bestandteil des Darlrä
hei Guzüli (334). Sie werden in Palästina als Amulet getragen
(Canaan, Abergl. 57), sind das Brautgeschenk armer Leute (Musil
3, 186). Ihr Absud wird bei schwerer Geburt angewendet (214).
Bei den arabischen Medizinern und ihren Schülern wird die
Gewürznelke häufig erwähnt. Steinschneider (Pagel, Chirurgie
des Heinrich von Mondeville p. 613 § 124) führt sie aus Avicenna,
Serapion jun., Ali Ihn Abbas, Ibn al-Gezzär, Gäfiki, Simon Janu-
ensis, Matthaeus Sylvaticus an. Tcaranful fehlt auch unter den
Heilmitteln Maimünis nicht (ed. Kroner 30. 31. 35 b ), bedeutet
aber bei ihm, gegen Kroner, nicht Nelke, sondern Gewürznägel
(71 n. 54. Was Kroner hier über אסקרופולו sagt, ist falsch).
גירופלי Maim. Beriut 31. 51 f.
Die häufigste Schreibung des romanischen Wortes bei Juden
ist גרופלי , Neub., Chron. 11 223 2 ; span, girofle = fr. giroflier;
span, clavo = clou de girofle. Es wird eine ältere italienische
Form garoffoli des heutigen garofano sein. Sache und Wort sind
durch den italienischen Levantehandel vermittelt worden.
Juden: Die erste Erwähnung der Gewürznelken bei Juden
dürfte die bei Aruch sein (11. Jahrh.), 4, 301 גירופלא , LA. ,גרופלי
יירופלי ,גרי־פולי , girofle, arab. Tcaranful. Es wird hier irrtümlich
zu. dem mischn. כופר gestellt. Dasselbe geschieht in einer Glosse
zu Abulwalid (WB. 329, Ar. a. 0.) und im Komm. Maimünis zu
Svi. 7, 6: nach manchen ist biblisch Tcofer das arab. Tcaranful,
Surenhuis: caryophyllum, was Bertinoro zur Stelle nachschreibt
.(גדופולי)
Die zweite Erwähnung geschieht wegen der den Gewürznelken
zukommenden Eulogie, bei der frankogermanischen Schule, Toßafoth
Ber. 36 b גו־רופלא ( 1 קלו עולגר־ופלי , Rasi Git. 68 b , Piske Toßafoth
Ber. 118, Schibbole haleket p. 127 angeführt B. J. OCh. 202,
1) פןלוא דגילופרא = nägelm ניגלין MhrMbB. 301 Berlin. ביסבלר שכגררפלין
כגלין _ Mord. Ber. VI 117. קלאוו טלגירופלי Seh. A. OCh. 20216. Bei
Pachad Jicchak s. v. קלעא ist קלאוא später N&glich נ״גליך D. Mosche Tur
und Lebusch OCh. 202, 16. RMO. 467, 8 aus Mhril.