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Her große Nomas Mer das Mea-drodlem:
HRWKMZ- <Wche des Geldes)
Roman von Edith Gräfin Salburg.
17. bis 22. Tausend. Preis in Ganzleinen M. 5.70 geheftet M. 4.30
„Romane, welche das jüdische Problem . . . zu gestalten
versuchen, sind gerade in den letzten Jahren sehr zahlreich
erschienen. Kein Roman dieser Gattung jedoch hat mir einen
gleich starken Eindruck hinterlassett, wie das Buch, der Gräfin
Salburg: „Hochfinanz". Hier ist wirklich einmal, man kann
fast sagen, zum ersten Male, der urewige Gegensatz zwischen
dem Germanen und dem Juden zu einem mächtigen Symbol
verdichtet. Wie im ersten Teil um die Seele des jungen
Bensberg zwei Welten, die in den Personen des alten
Freiherrn auf Neuhagen und dem Geheimrat Deitels aus
Frankfurt a. M. verkörpert sind, ringen, das ist eine Leistung
ersten Ranges. Im zweiten Teil ist dann der Konflikt noch
mehr verinnerlicht, in die Seele des Helden verlegt, der zu
jener Klasse von Menschen gehört, die stets das Gute wollen
und doch zuletzt das Böse tun, weil sie einmal, in ent¬
scheidender Stunde, den falschen Weg eingeschlagen haben,
und weil in ihnen das im Blut verankerte Gefühl für das
Wahre und Echte von den Gegenmächten aufgehoben wird.
Das Buch erschien zuerst im Jahre 1918, und kam
im Strudel des Umsturzes nicht zur Geltung. Der Neuauflage
wird man ohne weiteres einen bedeutenden Erfolg Voraus¬
sagen können. Denn der Roman weist alle Vorzüge der
glänzenden Salzburg'schen Erzählungskunst auf: eine über¬
raschende Fülle charakteristischer Gestalten; eine bunte, ab¬
wechselungsvolle an dramatischen Höhepunkten reiche, von
der ersten bis zur letzten Seite spannende Fabel; eine schärfe,
schonungslose Gesellschaftssatire, die doch niemals zur Karri-
katur entartet, weil es immer die Gesellschaft ist, die sich
selber charakterisiert."
R. L. im Hammer. Leipzig
Das Buch ist durch jede Buchhandlung zu beziehen.
Hammer-Verlag. Leipzig I. Postschließfach 276 .