Die Propheten in ihrem sozialen Beruf und das Wirtschaftsleben ihrer Zeit : ein Beitrag zur Geschichte der Sozialethik / von Franz Walter. Freiburg im Breisgau : Herder, 1900
Content
- Title page
- VII Preface
- XI Inhaltsübersicht
- 1 I. Kapitel. Die Stellung des alttestamentlichen Prophetentums innerhalb der israelitischen Wirtschaftsgeschichte; sein Verhältnis zur Politik und zur Sozialpolitik im besonderen
- 1 1. Mangel an speziellen Untersuchungen über altisraelitische Wirtschaftsgeschichte
- 3 2. Bedeutung der israelitischen Kulturgeschichte
- 5 3. Charakteristik der israelitischen Wirtschaftsgeschichte
- 8 4. Propheten und Politk
- 10 5. Sozialpolitik und Religion
- 12 6. Zusammenfassung
- 14 II. Kapitel. Die Entwicklung des Kapitalismus in der israelitischen Volkswirtschaft
- 14 1. Die Periode der Naturalwirtschaft
- 14 1. Wann kann von einer israelitischen Volkswirtschaft die Rede sein?
- 15 2. Israel ein Agrikulturstaat
- 16 3. Einfluss der kananitischen Kultur auf die Israeliten
- 19 4. Entstehen des israelitischen Handelns
- 20 5. Bescheidener Umfang desselben
- 22 6. Keime zur weiteren Entfaltung des Handels
- 23 2. Soziale und volkswirtschaftliche Bedeutung des israelitischen Königtums
- 23 1. Umschwung infolge des auftretenden Königtums
- 24 2. Samuels Hinweis auf die Gefahr des Despotismus
- 25 3. Soziale und volkswirtschaftliche Bedeutung des Königtums
- 27 4. Davids und Salomos Bedeutung für die Entwicklung des Handels
- 30 3. Die Entwicklung des israelitischen Handelslebens unter den Königen
- 30 1. Davids glückliche Politik
- 32 2. Bedeutung der neugegründeten Residenzstadt Jerusalem für den Handel
- 33 3. Entstehen des Getreidehandels mit den Phöniziern
- 34 4. Handelspolitik Salomos
- 36 5. Beteiligung des Königs am Handel
- 38 6. Israelitische Schifffahrt unter Salomo
- 41 7. Früherer Seehandel
- 41 4. Der israelitische Getreidehandel
- 41 1. Stellung des Ackerbaues im israelitischen Volksleben
- 43 2. Der Getreidehandel leitet den Übergang zu einer neuen Kulturperiode ein
- 45 3. Sittliche Wirkungen des Verkehrslebens
- 46 4. Höhe des Getreideexportes
- 48 5. Zunehmender Reichtum an Edelmetall
- 50 6. Veränderung der Warenpreise
- 51 7. Steigende Getreidepreise
- 53 8. Angaben über die Höhe der Getreidepreise eher unbestimmt
- 54 9. Viehpreise
- 56 5. Folgen der geschilderten Entwicklung
- 56 1. Umwälzung im ganzen Wirtschaftsleben
- 59 2. Übertreibung der Getreideausfuhr
- 61 3. Mangel des Volkes an Getreide
- 63 4. Ausbildung sozialer Klassenunterschiede
- 66 5. Zurücktreten des freien Bauernstandes
- 69 6. Steuerdruck, unter dem das Volks seufzt
- 72 7. Schmälerung der persönlichen Freiheit durch Salomo
- 73 8. Sittliche Nachteile des zunehmenden Verkehrslebens
- 75 9. Allgemeine Charakteristik des Salomonischen Zeitalters
- 77 10. Eindringen des Heidentums
- 78 11. Der Polytheismus kein Hebel steigender Kultur
- 81 III. Kapitel. Die Stellung der Propheten zu den sozialen Bewegungen ihrer Zeit: ihre ethische Auffassung zu den sozialen Fragen
- 81 1. Entstehen des sozialen Konfliktes
- 83 2. Kampf der Propheten gegen das überhandnehmende Heidentum
- 84 3. Sie leiten aus demselben die sozialen Mißstände her
- 85 4. Sozialpolitik der Propheten
- 87 5. Ihr Unterschied von der "ethischen Nationalökonomie"
- 88 6. Die Propheten glauben an die Möglichkeit einer friedlichen Sozialreform
- 89 7. Sie sind keine Umsturzmänner
- 91 8. Sozialreform auf dem Wege der sittlichen Erneuerung des Volkes
- 92 9. Deswegen Vorherrschen des ethischen Gesichtspunktes bei den Propheten
- 97 IV. Kapitel. Die wirtschaftliche Lage und die sittlichen Zustände. Die Klagen der Propheten über die allgemeine Verderblichkeit der Sitten
- 97 1. Die Objektivität der propethischen Sittenschilderungen
- 99 2. Zusammenhang der sittlichen Zustände mit der ökonomischen Lage
- 100 3. Überhandnehmen der Geldherrschaft
- 103 4. Die Könige begünstigen dieselbe
- 105 5. Die Allgemeinheit der sittlichen Entartung
- 107 6. Verkommenheit der israelitschen Hauptstädte
- 108 7. Gänzlicher Umschwung in den sozialen Ideen
- 111 V. Kapitel. Der Kampf der Propheten gegen den Luxus, insbesondere gegen den Alkoholismus
- 111 1. Einreißende Genußsucht
- 114 2. Gastmahl nach der Beschreibund des Amos
- 114 3. Alkoholismus
- 116 4. Emanzipation der Frauen
- 118 5. Ausgelassenheit der Zecher
- 120 6. Gleichgültigkeit gegen alle höheren Interessen
- 122 7. Drohreden der Propheten gegen die Trunksucht
- 125 8. Ihr Beispiel der Mäßigkeit
- 127 9. Die Propheten keine düstern Pessimisten
- 129 VI. Kapitel. Der Kampf der Propheten gegen sonstige Ausschreitungen des Luxus
- 129 1. Kleiderluxus
- 132 2. Prunkbauten
- 134 3. Bauluxus nach dem Exil
- 136 4. Beurteilung des Luxus seitens der Propheten
- 139 5. Drohreden der Propheten gegen den Übermut der Reichen
- 141 VII. Kapitel. Der Kampf der Propheten für Reinerhaltung von Ehe und Familie
- 141 1. Stellung der Frau bei den Israeliten
- 142 2. Klage der Propheten über den Verfall des Familienlebens
- 144 3. Die Mischehen zwischen Israeliten und Heiden
- 145 4. Leichtigkeit der Ehescheidung
- 146 5. Schwierigkeiten, das Übel auszurotten
- 147 6. Bemühungen der Propheten, das Familienleben wieder zu veredeln
- 149 VIII. Kapitel.Der Kampf des Prophetentums für Recht und Gerechtigkeit im wirtschaftlichen Verkehr
- 149 1. Handelsthätigkeit und Gewinnsucht
- 151 2. Klagen der Propheten über Unredlichkeit im wirtschaftlichen Verkehrsleben
- 152 3. Die Folge der allgemeinen Gewinnsucht ist die Tendenz zur Latifundienbildung
- 153 4. Gegensatz zwischen dieser Entwicklung und dem Gesetz
- 155 5. Verfall der Gerechtigkeit im Wirtschaftsleben
- 156 6. Grundsätze des Mosaischen Gesetzes für den wirtschaftlichen Verkehr
- 157 7. Betrug im Handel; der Kornwucher nach der Schilderung des Amos
- 160 8. Michäas eifert gegen den Betrug
- 161 9. Ausbeutung der Armen durch die Reichen
- 162 10. Die Härte des Schuldenwesens führt zur Proletarisierung des Volkes
- 164 11. Schutz der persönlichen Freiheit im Gesetze
- 165 12. Mißachtung der Gesetzesinstitutionen zum Schutz des Besitzes
- 167 13. Schuldknechtschaft
- 168 14. Menschenhandel
- 169 15. Ausbeutung der Schwachen
- 171 16. Vertreibung der freien Bauern
- 172 17. Zum Altertum fehlen die Voraussetzungen für eine kommunistische Bewegung
- 174 18. Gründe, warum es in Israel zu keinem Kommunismus kommt
- 176 19. Adlers Charakteristik der sozialen Tendenzen in Israel
- 177 20. Einfluss der Propheten auf die soziale Bewegung
- 179 IX. Kapitel. Der Kampf der Propheten für eine geordnete Rechtspflege
- 179 1. Klagen der Propheten über den Verfall der Rechtspflege
- 181 2. Anarchische Zustände
- 182 3. Bestechlichkeit und Parteilichkeit der Richter
- 184 4. Unerschrockenes Auftreten der Propheten gegen die Ungerechtigkeit
- 185 5. Auch die Priesterschaft ist an der Ungerechtigkeit beteiligt
- 186 6. Klage der Propheten über unschuldig vergossenes Blut
- 188 7. Insbesondere Ezechiel über die Ermordung Unschuldiger
- 189 8. Die geistliche und weltliche Obrigkeit ist an der Mißwirtschaft gleichbeteiligt
- 191 9. Treueverhältnis zwischen König und Unterthanen
- 193 10. Rechtlichkeit gilt für schädlich
- 195 11. Drohungen der Propheten gegen die Bedrücker
- 196 12. Anscheinendes Glück der Ungerechtigkeit
- 198 13. Doch hat dieses Glück keinen Bestand
- 199 14. Zusammenhang der angedrohten Strafe mit den sozialen Zuständen
- 200 15. Drohreden gegen die Güterräuber
- 202 16. Mahnungen der Propheten zur Beobachtung der Gerechtigkeit
- 203 17. Nicht äußerliche Bußwerke, sondern Gerechtigkeit
- 205 18. Schilderung des gerechten Mannes
- 206 19. Erfolge der sozialen Thätigkeit der Propheten
- 207 20. Mißerfolg der israelitischen Sozialreform im ganzen
- 209 X. Kapitel. Prophetische Zukunftsideale und Reformgedanken
- 209 1. Staatsroman und prophetische Reformgedanken
- 212 2. Sind die Ideale der Propheten Utopien?
- 214 3. Besserung erhoffen die Propheten erst von späterer Generation
- 215 4. Adler nennt das messianische Reich des Isaias anarchistisch
- 217 5. Hauptmerkmale des sozialen Ideals der Propheten
- 218 XI. Kapitel. Die Agrarpolitik der Propheten
- 218 1. Hochschätzung des Ackerbaues seitens der Propheten
- 218 2. Ohne prosperierende Landwirtschaft keine gedeihliche Entwicklung
- 220 3. Osee, Isaias, Jeremias über diesen Gegenstand
- 222 4. Die Propheten wünschen Autarkie des Staates
- 223 5. Das Sichselbstgenügen des Staates nach Thomas von Aquin
- 225 6. Schlechte Lage der Landwirtschaft für die Propheten gleichbedeutend mit dem Verfall des Staates
- 227 XII. Kapitel. Das Mittelstandsideal der Propheten
- 227 1. Die Propheten wünschen keinen staatlosen Zustand
- 228 2. Ihre Stellung zur Güterkonsumption
- 229 3. Maßlose Steigerung der Bedürfnisse und ihr Einfluss auf die Produktion
- 230 4. Die Propheten wollen Beibehaltung des Privateigentums
- 233 5. Damit vertreten sie den wirtschaftlichen Fortschritt
- 234 6. Sie verlangen keine absolute Unveräußerlichkeit des Grundbesitzes
- 235 7. Ihre Auffassung vom Reichtum
- 236 8. Mittelstandspolitik der Propheten
- 237 9. Sie tadeln nicht den Reichtum an sich, sondern den Mißbrauch desselben
- 238 10. Hochschätzung der wertbildenden Arbeit
- 240 11. Verhältnis von Arbeit und Lohn
- 241 12. Die Propheten verlangen Sicherheit des Eigentums
- 243 13. Schutz der Lohnarbeiter gegen Ausbeutung
- 244 14. Verteilung des Grundbesitzes nach Ezechiel
- 246 15. Der Mittelstand nach Thomas von Aquin
- 248 16. Konsequenzen, die sich aus dem Mittelstandsideal der Propheten ergeben
- 249 17. Idee der Gleichheit bei den Propheten
- 251 18. Schutz des Mittelstandes die Hauptaufgabe einer gerechten Regierung
- 253 19. Bild des gerechten Königs
- 255 20. Osee verlangt keinen staatlosen Zustand
- 257 21. Thomas von Aquin über die gerechte Regierung
- 258 22. Die soziale Frage im Altertum und die Propheten
- 261 XIII. Kapitel. Hindernisse der sozialen Wirksamkeit der Propheten. Schlußbemerkungen
- 261 1. Besonders auf dem Gebiet des Erwerbslebens mußte die prophetische Kritik starker Opposition begegnen
- 263 2. Die Verfolgungen der Propheten seitens der herrschenden Klassen
- 264 3. Die Propheten werden als Umsturzmänner verschrieen
- 266 4. Die Gegnerschaft der falschen Propheten
- 267 5. Große Verbreitung der Lügenpropheten
- 268 6. Gerechtigkeit, das Leitmotiv der prophetischen Politik
- 269 7. Berechtigung, von einer Sozialpolitik der Propheten zu sprechen
- 271 8. Der Idealismus der Propheten
- 272 9. Gegensatz der Propheten zu den Pharisäern
- 273 10. Ethik und Nationalökonomie
- 277 Anhang
- 281 Personen- und Sachregister
- Provenance
