XXXI.

4Jic Reinlichkeit ist der schönste Putz," sagt ein bekann­ter und sehr geachteter Schriftsteller. Und wer könnte

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diese Wahrheit in Zweifel ziehen? Die Lugend der Rein­lichkeit z-ert jeden Menschen ohne Unterschied des Ranges, des Standes, und des Vermögens. Vorzüglich aber schmückt sie das zweite Geschlecht, bei dem nian sie vorzugsweise er­wartet. Ein Mädchen muß sich daher diese Tugend von Jugend auf anzueignen suchen, damit sie dieselbe dereinst als Wirthschaftsführcrin oder als Hausfrau in einem recht hohen Maaße übe.

Zur Reinlichkeit im weitem Sinne gehört auch die Nettigkeit, die vorzüglich darauf sieht, daß nicht nur al, les, und zwar ohne allen Schmutz, am rechten Orte stehe, sondern daß auch alles in verschönerter Gestalt erscheine. Das Kleid muß nicht nur gewaschen, sondern es muß auch ganz seyn. Die Schuhe müßen nicht nur geputzt, sondern auch mit haltbaren Wandern und Einfassungen versehen seyn. Auch das älteste Kleidungsstück, der un- modischste Hausrath muß noch einen Platz finden, und muß über dem reinlich und neltgehaltenen, das Alter ver­gessen lassen.